Der US-amerikanische Modekonzern Polo Ralph Lauren konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr beeindruckende Steigerungsraten bei Umsatz und Gewinn verbuchen. Trotzdem muss das Unternehmen seine Gewinnerwartung für das laufende Jahr nach unten korrigieren.

Wie Polo Ralph Lauren am Mittwoch bekannt gab, konnte der Konzern im Geschäftsjahr 2006/2007 einen Nettoumsatz in Höhe von 4,30 Milliarden US-Dollar verbuchen. Im Vergleich zum Vorjahr, als der Umsatz bei 3,75 Milliarden US-Dollar gelegen hatte, bedeutet dies eine Steigerung um 15 Prozent.

Verschiedene Faktoren waren ausschlaggebend für diese Entwicklung: Großen Anteil hatten naturgemäß die Akquisition der Marke Polo Jeans und weitere Zukäufe im Laufe des vergangenen Jahres. Bereinigt um die Effekte dieser Maßnahmen erreichte die Wachstumsrate immer noch 10 Prozent. Vor allem das Großhandelsgeschäft, das einschließlich der Akquisitionen im Jahresvergleich um 19 Prozent zulegte, erwies sich als Wachstumsmotor, aber auch im Online-Geschäft über Polo.com (+29,1 Prozent) und im eigenen Einzelhandel (+12 Prozent, flächenbereinigt +7,9 Prozent) stiegen die Umsätze kräftig.

Beim Ergebnis konnte Polo Ralph Lauren noch deutlicher zulegen: Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent und erreichte eine Höhe von 653 Millionen US-Dollar (2005/2006: 517 Millionen US-Dollar), der Nettogewinn stieg aufgrund niedrigerer Steuersätze sogar um 30 Prozent auf 401 Millionen US-Dollar (2005/2006: 308 Millionen US-Dollar).

Ralph Lauren, Chairman und CEO des Unternehmens, war von den vorgelegten Zahlen naturgemäß begeistert: "Es war ein großartiges Jahr mit Rekordwachstum bei Umsatz und Gewinn," erklärte er. Man habe in allen Bereichen Fortschritte gemacht - "von der Eröffnung neuer Luxusgeschäfte über die Erweiterung des Accessoires-Segments um Produktkategorien wie Uhren und Schmuck bis zur vollständigen Kontrolle unseres Japan- und Online-Geschäftes."

Zu diesem Zweck hatte Polo Ralph Lauren im Frühjahr zwei japanische Lizenznehmer und die Ralph Lauren Media LLC, welche die Website Polo.com betreibt, vollständig übernommen. Darüber hinaus kaufte der Konzern das Segment Polo Ralph Lauren Leathergoods. Die daraus resultierenden Kosten in Höhe von 360 Millionen US-Dollar zwangen das Unternehmen nun, die im Februar veröffentlichte Gewinnprognose zu reduzieren. Trotz einer erwarteten positiven Geschäftsentwicklung geht das Unternehmen jetzt nur noch von einem Gewinn pro Aktie (EPS) im Bereich von 3,70 bis 3,80 US-Dollar aus. Die genannten Akquistionskosten würden das Ergebnis um US-Dollar je Anteilsschein drücken, hieß es zur Begründung.

 

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