Renzo Rosso, Chef des Jeans-Labels Diesel liebt es, Jeans alt aussehen zu lassen. In der aktuellen Ausgabe der GQ verrät Renzo Rosso sein simples Credo: "Ich kann mit Dingen, die fabrikneu sind, nichts anfangen. Mein Haus ist alt, mein Boot, meine Hotels: Kurz: Ich mag nur alte Sachen." Mit dieser Lebensphilosophie wurde Diesel zur Kultmarke. "Das Nichtperfekte gehört zu unserer Mentalität." Rosso ahmt diese Nichtperfektion nach: Diesel-Jeans werden drei Stunden mit Wasser und Bimsstein gewaschen, um original zu sein.

Rosso legte den Grundstein, als er ein einfacher Bauernjunge war und seine ersten Jeans bekam: "Ich war 15 und hab sie selbst mit der alten Singermaschine meiner Mutter zusammengenäht." Heute ist Rosso einer der bekanntesten Modeunternehmer Italiens. Doch seine Markenzeichen, die stonewashed Jeans, fanden zunächst wenig Gegenliebe: "Das Problem waren weniger unsere Kunden, die haben das sofort kapiert, sondern die Händler. Viele haben uns Lieferungen zurückgeschickt, weil sie dachten, es handele sich um Ausschussware." Die vermeintliche 1-B-Ware hat für Rosso einen ganz besonderen Reiz: "Sie haben einfach mehr Charme, sind weicher, wärmer."

Dabei bleibt Rosso dieser Modelinie nicht nur bei Jeans treu. Auch ein Smoking kommt im Vintage-Look daher. Als Caroline von Monaco ihn zum traditionellen Rosenball der Grimaldis einlud, war Smoking die gewünschte Abendgarderobe. Rosso akzeptierte wider Willen. "Natürlich nicht, ohne ihm meine persönliche Note zu verleihen. Ich bin mit dem Bimsstein noch mal über Kragen und Revers drüber... Schön mit dem Bimsstein über den schwarzen Stoff, bis er etwas ausfranste. Es sah großartig aus."

 

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