Luxusgüter gehen derzeit gut: Auch der schweizerische Konzern Compagnie Financière Richemont SA kann davon profitieren. Dies geht aus den Umsatzzahlen hervor, die das Unternehmen in dieser Woche veröffentlichte.

Demnach konnte Richemont im Geschäftsjahr 2006/2007, das am 31. März endete, Umsätze in Höhe von 4,827 Milliarden Euro verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr, als der Umsatz bei 4,308 Milliarden Euro gelegen hatte, bedeutet dies eine Steigerung um 12 Prozent. Bereinigt um Wechselkursschwankungen betrug die Wachstumsrate sogar 16 Prozent.

Den größten Umsatzanteil erwirtschaftete wiederum das Segment Schmuck. In dieser "Maison", wie der Konzern seine Geschäftsbereiche bezeichnet, lagen die Jahresumsätze bei 2,435 Milliarden Euro und damit um 9 Prozent (währungsbereinigt 14 Prozent) über dem Vorjahresniveau von 2,227 Milliarden Euro. Im Uhrensegment stiegen die Umsätze um 13 Prozent (währungsbereinigt 17 Prozent) auf 1,203 Milliarden Euro (2005/2006: 1,063 Milliarden Euro). Der Bereich Schreibinstrumente konnte um 18 Prozent (währungsbereinigt 21 Prozent) auf 585 Millionen Euro (2005/2006: 497 Millionen Euro) zulegen, die Maison Lederwaren und Accessoires um 8 Prozent (währungsbereinigt 12 Prozent) auf 307 Millionen Euro (2005/2006: 283 Millionen Euro).

Noch höher fiel die Wachstumsrate im Segment "Sonstige Geschäfte" aus. Hier stieg der Umsatz um 25 Prozent (währungsbereinigt 29 Prozent) auf 297 Millionen Euro (2005/2006: 238 Millionen Euro). Wie Richemont mitteilte, war vor allem das Modelabel Chloé für diese Entwicklung verantwortlich. Chloé habe auf währungsbereinigter Basis im Jahrevergleich seine Umsätze um rund 50 Prozent gesteigert, teilte der Konzern mit. Dies sei unter anderem auf die Vergrößerung des Einzelhandelsnetzes zurückzuführen. Allerdings habe sich der Umsatzzuwachs von Chloé nach außerordentlichen Steigerungsraten im ersten Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte abgeschwächt, hieß es weiter.

Geografisch betrachtet konnte Richemont im vergangenen Jahr insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum außerhalb Japans zulegen: Hier übertrafen die Umsätze erstmals die Milliarden-Euro-Schwelle und erreichten 1,070 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr, als der Umsatz in dieser Region bei 899 Millionen Euro gelegen hatte, bedeutet dies ein Wachstum um 19 Prozent (währungsbereinigt 24 Prozent). In Europa stiegen die Umsätze um 13 Prozent auf 2,042 Milliarden Euro (2005/2006: 1,811 Milliarden Euro), in Nord- und Südamerika um 12 Prozent (währungsbereinigt 18 Prozent) auf 984 Millionen Euro (2005/2006: 875 Millionen Euro). Mager fielen im Vergleich dazu die Zuwächse in Japan aus, wo ein Jahresumsatz von 731 Millionen Euro erzielt wurde: Die Wachstumsrate klag hier lediglich bei einem Prozent. Dies erklärte Richemont mit der schwachen Kursentwicklung des Yen gegenüber dem Euro. Währungsbereinigt lag die Wachstumsrate auch in Japan im zweistelligen Bereich, nämlich bei 10 Prozent.

 

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