Eine der Triebfedern hinter dem Shoppen im Internet ist die Jagd nach Schnäppchen. Konsumenten, die sowohl online als auch im Laden "um die Ecke" einkaufen, erwarten von ihrem Einkauf im Web in erster Linie einen Preisvorteil. Außerdem werden online hauptsächlich Produkte gekauft, die nicht sehr dringend benötigt werden. Spontaneinkäufe zur Selbstbelohnung oder Einkäufe unter Zeitdruck bleiben nach wie vor eine Offline-Domäne, wie eine Studie des Instituts für Handelsforschung der Universität zu Köln ergab.

Am Internet schätzen die Käufer die Bequemlichkeit und den geringen Zeitaufwand sowie die geringeren Gesamtkosten. Als Nachteil wird die Lieferzeit und der unzureichende Schutz der Privatsphäre im Netz beklagt. Insgesamt hat auch das Internet durchaus ein gewisses Einkaufs-Flair zu bieten. Die in der Studie befragten Konsumenten werten das Offline-Einkaufsvergnügen nur geringfügig höher als beim Online-Shopping. Die Zufriedenheit mit der Qualität des Angebotes steigt mit der medialen Darstellbarkeit im Netz. Überwiegen Produktinformationen, die sich medial über das Internet darstellen lassen, sind Online-Shopper der Ansicht, dass sie über das Netz ein besseres Produkt finden. Stehen nicht-mediale Informationen im Vordergrund, ist der stationäre Handel im Vorteil.

Für die Zukunft sieht die Studie einen Zuwachs des Internet-Shoppings voraus, unter der Bedingung, dass sich der Schutz der Privatsphäre verstärken lässt. Sie empfiehlt Unternehmen, den Schwerpunkt im Internet auf die niedrigen Preise zu legen um somit die Schnäppchenjäger anzuziehen. Für den stationären Handel in der Einkaufszone legt die Untersuchung den Firmen nahe, sich auf Käufer einzustellen, die ein Produkt entweder besonders rasch oder besonders dringend brauchen.

 

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