Der zum 24. Juli beginnende Sommerschlussverkauf wird nach Meinung des Bundesverbandes des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) in diesem Jahr besonders üppige Schnäppchen bereithalten. Im Vorfeld der Düsseldorfer Modemessen zeigte sich die Branche zuversichtlich, die schwachen Umsätze während der Fußballweltmeisterschaft noch kompensieren zu können. Grund für die erwartete Rabatt-Schlacht zum SSV ist die angekündigte Mehrwertsteuererhöhung um drei Prozentpunkte zum Januar 2007. Der Handel will seine Lagerbestände bis zum Jahresende weit gehend abbauen und deshalb selbst Sommermode-Klassiker wie T-Shirts, Bademode und Sonnenhüte weit unter Normalpreis verkaufen. "Niemand will - wie in anderen Jahren - diese Ware ein Jahr aufheben" so Jürgen Dax, Hauptgeschäftsführer des BTE. Der Grund: Die Händler wollen sich die aufwändige Umpreisung der üppigen Lagerbestände sparen und gleichzeitig die Kapitalbindung verringern. Zugleich kündigte der Verband erstmals seit einigen Jahren Preissteigerungen im Textilbereich an. Zwar gebe es noch ein Tauziehen zwischen Industrie und Handel über eine Abfederung der Steuererhöhungen, mittelfristig müssten diese jedoch an den Endverbraucher weitergegeben werden. Zudem hofft der Einzelhandel, nach zuletzt bitteren Jahren, wieder positive Gesamtjahresergebnisse präsentieren zu können. Im Vergleich zur Modeindustrie, die ihren Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2006 um 3,7 Prozent steigern konnte, stagnierte der Umsatz beim Handel.

 

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