Streetwear: Fünf Namen, die Sie kennen sollten

2019 wird als das Jahr der Streetwear in die Annalen der Geschichte eingehen. Neben großen Namen wie Off-White, Supreme oder Yeezy hat FashionUnited fünf Labels gesammelt, die bereits auf dem weltweiten Markt mit diesen Schwergewichten konkurrieren.

Der gerade veröffentlichte brandneue Bericht 'Lyst Year in Fashion 2019' fasst es folgendermaßen zusammen: „Während sich die Dresscodes weiter entspannen und sich Definitionen von Luxus, Streetwear und Sportswear weiterentwickeln, hat das Phänomen vor der so genannten "Streetwear" die größten Trends des Jahres vorangetrieben. Die Kunden gaben durchschnittlich 192 Dollar für ein neues Paar Turnschuhe aus, was einem Anstieg von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die durchschnittlichen Ausgaben für ein T-Shirt stiegen ebenfalls um 16 Prozent auf 67 US-Dollar, wobei die beliebteste Marke des Jahres Off-White war.” Mit anderen Worten: Der Markt setzt weiterhin stark auf Sportswear und Kollaborationen mit den Labels waren in diesem Jahr erfolgreicher, denn je

Boyhood

Das von Benjamin Brouillet gegründete Pariser Label Boyhood entstand 2017 und erregt seither immer wieder Aufmerksamkeit. Der Designer, der für eine Karriere als Gymnast, dann als Eiskunstläufer bestimmt zu sein schien, ging nach New York, um am Fashion Institute of Technology zu studieren. Zurück in Frankreich begann Benjamin mit der Arbeit und lancierte Boyhood, eine Marke, die Accessoires und Schmuck, die Casual-, Street- und Sportswear kombiniert. Nach einer Kampagne mit Asics vor einem Jahr und einer Zusammenarbeit mit Andrea Crews für Frühjahr/Sommer 2019, hat Boyhood diesen Winter eine Kapselkollektion mit DDP (Jogginghose, Kapuzenpulloverall, Overall und Hose) herausgebracht. Ein Name, der von einem kreativen Umfeld umgeben wird, zu dem bereits v LKB, Luijipeka de Columbine, Eddy de Pretto, Vald, La Squald oder die einflussreiche Barbara Malewicz gehören.

Foto : Instagram @boyhoodofficial

Palace

Niemand konnte ahnen, dass eine britische Skateboardmarke, die 2009 von Lev Tanju in London gegründet wurde, innerhalb von zehn Jahren so stark wachsen würde. Das Geheimnis? Grenzen ausloten und sich von der Londoner Kultur, den Menschen und ihrer Authentizität inspirieren lassen. Lev, der Gründer, begann spät mit 18 Jahren mit dem Skaten und war sofort begeistert. Mit einer Community von Skatern ließ er sich in einer zerstörten Wohnung hinter der Waterloo Station nieder - daher kommt auch der Name Palace. An diesem Ort versammelte er zehn Jahre lang Skateboarder aus der ganzen Welt und seine Inspiration nahm Gestalt an. Die erste Kollektion umfasste zwei T-Shirts, heute hat Palace mit Gabriel "Nugget" Pluckrose einen Kreativdirektor, vier eigene Geschäfte auf der ganzen Welt und wird bei Einzelhändlern wie Farfetch verkauft. Innerhalb des Unternehmens bleibt alles eine Familienangelegenheit, bei der die Kollektionen vom Team selbst entworfen werden. Hochwertige Materialien, technische Details und sportliche Texturen, der Geist von Palace macht Spaß und ist farbenfroh. Nach der Zusammenarbeit mit Polo Ralph Lauren, Reebok oder Umbro in diesem Winter ist es Zeit für eine Zusammenarbeit mit Adidas und Juventus.

Foto : Instagram @palaceskateboards

Les Benjamins

Das aus der Türkei stammende Streetwear-Label wurde 2011 von Bunyamin Aydin gegründet. Er wählte Paris, um seine Kollektionen zu präsentieren, die den Kulturen der Welt und natürlich dem Sport einen Ehrenplatz einräumen. Alle sechs Monate macht sich die Marke Les Benjamins daran, eine Kultur zu entdecken, eine Brücke zum Sport zu schlagen und so Komfort und Stil zu verbinden. Heute auf allen Kontinenten mit 300 Verkaufsstellen und mit 15 eigenen Filialen, davon acht in China über ein Franchisesystem und drei in Istanbul, der Heimatstadt der Marke, vertreten, gesellt sich Les Benjamins heute zu den großen Marken. Seit diesem Herbst besteht eine zweite Kollaboration mit Puma.

Foto: Instagram @lesbenjamins

Streetwear: Fünf Namen, die Sie kennen sollten

Enfants Riches Déprimés

Die junge Marke mit ihrem ironischen Namen wurde 2012 von Henry Levy in Los Angeles gegründet und zeigt destroyed und Underground-Looks für eine Klientel, die Spaß am Leben sucht. Limitierte Kollektionen, ausgewählte Verkaufsstellen und Spitzenpreise (ca. 400 € pro T-Shirt) sind ihr Rezept. Mit einem Storytelling, das an die 90er Jahre erinnert, Verbotenes, Drogen und Sex, sind die Stücke gut geschnitten, die Materialien schick, aber nonchalant getragen, bemalt, durchlöchert oder geflickt für einen Look, über den die Leute reden. Enfants Riches Déprimés, das bereits von Prominenten wie Kim Kardashian, Kanye West oder Jared Leto getragen wurde, arbeitet auch in enger Kooperation mit Vans oder Thierry Lasry zusammen. In Paris wurde im Oktober letzten Jahres eine Boutique in der Rue Charlot 79 eröffnet. Eine reiche und depressive Atmosphäre ist garantiert!

Foto : Enfants Riches Déprimés, Herbst/Winterkollektion 2019.

Streetwear: Fünf Namen, die Sie kennen sollten

MISBHV

Das Streetwear-Label mit Sitz in Krakau, Polen, ist das Ergebnis der Phantasie von Natalia Maczek und Thomas Wirski. Als Do It Yourself-Enthusiasten gründeten sie die Marke vor einigen Jahren, indem sie T-Shirts für Freunde, oft DJs, entwarfen. Zusammen entwickelten die beiden ehemaligen Jurastudenten ohne Modehintergrund das Konzept und experimentierten dann mit einzigartigen Methoden mit Leder und Denim. Ein einzigartiger Ansatz, der sie sehr schnell von den anderen Marken unterschied und ihnen heute ihren erkennbaren Stil verleiht. Heute bietet MISBHV Kollektionen für Männer und Frauen, Schuhe, Taschen, Schmuck und eine Sportkollektion. Wie bei Demna Gvasalia ist der osteuropäische Underground-Look von MISBHV das Gebot der Stunde. In allen Modehauptstädten von Berlin über Mailand, Paris, Seoul, Hongkong, Toronto und New York präsent, präsentierte das Label in diesem Winter mit Reebook bereits "Out of stock", ein futuristisches Sneaker-Modell.

Foto: MISBHV Winter-Modenschau 2019.

Headerbild: Boyhood SS19 by Cardinal Vice

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.fr veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

 

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