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Textil-Discounter sind noch wenig bekannt

Von FashionUnited

26. Sept. 2005

Textil-Discounter expandieren in Deutschland stark, sind aber immer noch deutlich weniger bekannt als die etablierten Bekleidungshäuser, Modeketten oder Versandhäuser, dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG durchgeführt wurde. Selbst die bekanntesten Billigläden unter den reinen Textildiscountern, KiK und Takko, kämen nur auf einen Bekanntheitsgrad von 52 beziehungsweise 51 Prozent.

Wie KPMG in einer Pressemitteilung Mitte September in Berlin mitteilte, bezeichne die Hälfte der Befragten Textil-Discounter als "nicht erreichbar", obwohl diese im Vergleich zu den etablierten Wettbewerbern meist über ein Vielfaches an Standorten verfügen. Johannes Siemes, Leiter des Segments Consumer Markets bei KPMG: "Dass Textil-Discounter im wahrsten Sinne des Wortes noch nicht so anziehend wirken, liegt vor allem am traditionellen Einkaufsverhalten. Die Kunden fahren aus Gewohnheit zum Bekleidungskauf in die Innenstädte, in denen hauptsächlich die bekannten Läden und Warenhäuser vertreten sind. Die von den Billigläden häufig gewählten Standorte in den Vororten und den Einkaufszentren werden oft noch nicht wahrgenommen. Doch das Kaufverhalten ändert sich zunehmend."

Wie KPMG weiter mitteilte, hätten die Unternehmen C&A, Karstadt-Quelle, Kaufhof sowie H&M mit Bekanntheitswerten zwischen 96 und 90 Prozent am besten abgeschnitten. Der erste reine Textildiscounter KiK folge laut KPMG erst auf Rang zwölf.

Zwar erreiche die Expansion der Discounter unter dem Gesichtspunkt der Erreichbarkeit noch nicht die gewünschte Wirkung, doch sei ein Ende des Wachstums noch längst nicht erreicht. Denn laut KPMG bilden Discounter einen immer wichtigeren Bestandteil des Textilhandels. So hat sich die Anzahl der KiK-Filialen in den vergangenen fünf Jahren fast verdreifacht.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage sei, dass das Einkaufsverhalten der deutschen Verbraucher immer schwieriger zu prognostizieren sei. Immer häufiger werden die Bestandteile des Outfits aus mehreren Quellen zusammengestellt, wobei die Wege der Kunden zunehmend in Outlets von H&M, Zara und Orsay führen. Johannes Siemes: "Diese Systemfilialisten verstehen es, ein ganzheitliches Einkaufserlebnis, bestehend aus sich ständig erneuernden modischen Sortimenten, Bequemlichkeit und einer ausgefeilten Produktpräsentation zu vermitteln. Der Kunde ergänzt das vom Systemfilialisten erworbene Outfit dann häufig mit einzelnen Stücken namhafter Hersteller."