Im letzten Jahr mussten Einzelhändler und Hersteller in der Modebranche ein Umsatzminus von 8 Prozent hinnehmen. Hier wirkt sich das verstärkte Kostenbewusstsein aus, dass neben dem Massenpublikum auch die so genannten Smart Shopper zu preiswerten Alternativen führt.

Hennes & Mauritz, Zara und Esprit konnten so ihren Umsatz im zweistelligen Prozentbereich steigern. H&M konnte sogar einen fünfzigprozentigen Zuwachs beim Gewinn verzeichnen. Dieser liegt jetzt bei 946,7 Millionen Euro. 2002 wuchs der Umsatz der Schweden um 15 Prozent. Während zu Beginn des Jahres viele Einzelhändler über Probleme klagten, steigerte H&M seinen Umsatz im Januar um 18 Prozent.

Den Grund für den Erfolg von H&M, Esprit, Mexx, Zara und S'Oliver sehen Branchenexperten in der kompletten Kontrolle der gesamten Wertschöpfungskette. Von der Fertigung bis zur Warenpräsentation liegt hier alles in einer Hand, sie können so kurzfristig handeln, während traditionelle Anbieter mit langen Lieferzeiten kämpfen. Sie setzte zwar weniger auf Qualität, als vielmehr auf topmodische Trends zu günstigen Preisen, mit denen sie eine relativ junge Zielgruppe ansprechen. Mit seinem Erfolgskonzept kann H&M in diesem Jahr 110 neue Geschäfte eröffnen. Allein in Deutschland entstehen durch Neueröffnungen von H&M 500 Arbeitsplätze. Zara, eine Tochter des spanischen Unternehmens Inditex, ist ähnlicherfolgreich. Inditex eröffnete Ende Februar seine erste Filiale in Moskau.

 

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