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Zehn Jahre Komono: "Die Stärke liegt in der ständigen Übersetzung von Zeitlosigkeit in die Kollektionen"

Von Tessa Guntlisbergen

14. Nov. 2019

Mode |CEO-INTERVIEW

Die belgische Marke Komono feierte im Oktober ihr zehnjähriges Bestehen, und Mitbegründer und CEO Anton Janssens blickt stolz auf die Entwicklung des Labels zurück: "In einer sich schnell entwickelnden Modebranche ist es einzigartig, dass wir seit zehn Jahren Wachstum erzielen können". Aus einer lokalen Brillenmarke hat sich Komono zu einem weltweit erhältlichen Accessoire-Label entwickelt. Mit Verkaufsstellen in fast achtzig Ländern und Geschäften in Städten wie Brüssel, Amsterdam, Madrid und Tokio bewegt sich Komono in einer Branche mit immer höherer Dichte an luxuriösen Brillen- und Uhrenlabels.

Komonos zehnjähriges Jubiläum wird von einer speziellen Jubiläumskollektion begleitet. Als Hommage an das, was Komono vor zehn Jahren auf den Markt gebracht hat, nämlich die Uhrenlinie der Print Series, bietet die Kollektion Accessoires mit den markanten "modischen" Prints. Die Linie wurde in Zusammenarbeit mit dem deutschen Designbüro Mirko Borsche entwickelt und besteht aus fünf Uhren und fünf Sonnenbrillen. Die Produkte sind in "kontrastreichen Farben" erhältlich und zeigen die charakteristischen Drucke von Komono, darunter einen Blumen-, Tier- und Paisleydruck. Während die Uhren durch ein Aluminiumzifferblatt gekennzeichnet sind, sind die Gläser mit der charakteristischen schwarzen, gummierten Beschichtung versehen.

Im Interview mit FashionUnited blickt Janssens auf die Entwicklung von Komono zurück und spricht unter anderem über Kollaborationen und weitere Pläne der Accessoire-Marke.

Was können Sie uns über die Entwicklung von Komonos Konzept und Strategie sagen?

Janssens: "Das Komono-Konzept ist im Grunde genommen das gleiche wie vor zehn Jahren. Unsere Identität ist immer noch 'Luxus zugänglich zu machen'. 'Zeitgenössische Mode' ist und bleibt der Ansatz unserer Kollektion, daher ist die Stärke von Komono, Zeitlosigkeit immer wieder in die Kollektionen zu übersetzen, basierend auf Trends. Wir sind im Markt des Minimalismus gewachsen, aber wenn der Trend eher in Richtung sportliche Mode geht, werden wir ihn wieder zeitlos machen."

Welche sind die Hauptmärkte für Komono?

"Komono ist in 75 Ländern erhältlich. Unser derzeitiger Schwerpunkt liegt vor allem auf Europa. In Belgien läuft die Marke gut. Im vergangenen Jahr haben wir ein Plus von 30 Prozent erwirtschaftet. Auch in den Niederlanden geht es gut, obwohl wir hier die Markenidentität etwas stärker in den Vordergrund stellen wollen. Alles in allem sind die Benelux-Länder für uns eine Top-Region."

"Außerhalb Europas haben wir es nicht eilig. Es hängt vor allem von den Kooperationen ab, die wir eingehen können. Wir haben Filialen in Kolumbien, und in Mexiko steht ein Geschäft kurz vor der Eröffnung. Ein Land wie China ist natürlich ein wichtiger Markt, der nicht ignoriert werden darf. Aber das ist es natürlich, was jeder Einzelhändler denkt."

Die Modebranche ist in den letzten zehn Jahren nicht stehen geblieben. Wie sehen Sie das?

"Das Einzelhandelsklima ist inzwischen sehr unterschiedlich. In den ersten fünf Jahren waren wir die Einzigen mit unserem Konzept in der Branche, aber heute nicht mehr. Wir müssen uns also mit der Wettbewerbslandschaft auseinandersetzen. Dadurch macht die Arbeit Spaß, aber es sorgt auch dafür, dass wir unsere eigene Identität sowie Normen und Werte immer besser kommunizieren müssen. Was macht Komono so anders als andere? Das ist wichtig geworden."

Was Komono von anderen unterscheidet, sind die Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Kampagnen. Durch die Kommunikation mit den Verbrauchern können wir wirklich eine Marke schaffen, und viele Marken tun das nicht."

Wie reagieren Sie auf das Wachstum bei der Produktion der Kollektionen?

"Wir produzieren in China, und im Prinzip haben wir dort gute Absprachen getroffen. Heute ist China der beste Modeproduzent der Welt, trotz der Geschichten, dass Marken oft nicht genügend bezahlen. Wir haben es geschafft, die Spreu vom Weizen zu trennen, indem wir gute Partnerschaften und Projekte realisiert haben. In Hongkong haben wir einen lokalen Komono-Hub, von dem aus wir die Produktionsprozesse und die Einhaltung der Qualitätsstandards überwachen."

Komono lanciert oft kollaborative Kollektionen. Was können Sie uns darüber sagen?

"Kooperationen sind definitiv ein Weg, um sich als Marke zu profilieren. Es bringt die Zielgruppen beider Parteien zusammen. Die Zusammenarbeit erfolgt natürlich mit Gleichgesinnten, denn auf diese Weise verstärken sich beide gegenseitig. Die Idee der Zusammenarbeit besteht darin, dass der Markenname bekannter wird. Die wichtigsten Aspekte für uns, um eine Zusammenarbeit einzugehen, sind nach wie vor die Leidenschaft, die Ästhetik und der Luxuswert. Wir sind offen für Kooperationen mit allen Arten von Parteien, wie Künstlern, Stoffherstellern oder Akademien. Vor kurzem haben wir eine Zusammenarbeit mit der Modeschule Antwerpen realisiert."

Können Sie uns von Ihren Zukunftsplänen erzählen?

"Mein Fokus liegt auf Qualität und Inhalt, noch besseren Produkten und schnellerer Evolution. Wir wollen die Markenidentität noch deutlicher sichtbar machen. Auf diese Weise können wir weiter wachsen. Es kommen gute Kooperationen mit Partnern und Händlern dadurch zustande, und wir werden uns weiterhin für die Pflege menschlicher Beziehungen einsetzen. Letzteres finde ich sehr wichtig."

"Es gibt Pläne für den niederländischen Markt, die bestehenden Filialen laufen gut. Es gibt kein konkretes Ziel wie in 'jetzt werden wir zwanzig Filialen eröffnen'. Wir setzen auf eine gesunde Mischung aus Einzelhandel und Großhandel."

Komonos Jubiläumskollektion wurde am 11. Oktober lanciert.

Dieses redigierte Interview entstand mithilfe von Weixin Zha.

Bild: Komono

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