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Zwischen Styling und Psychologie: Warum der Verkauf im Concept Store eine „emotionale Intelligenz“ erfordert

Eine Verkaufsberaterin des Pariser Concept Stores Centre Commercial, der von Veja-Mitgründer Sebastien Kopp mitgegründet wurde, berichtet von ihren Berufserfahrungen.
Personen|Stimmen des Einzelhandels
Mathilde Robard, Verkaufsberaterin bei Centre Commercial. Credits: Centre Commercial
Von Julia Garel

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Wenn es einen Beruf in der Modebranche gibt, in dem emotionale Intelligenz der Schlüssel zum Erfolg ist, dann ist es dieser. Fernab aller Klischees sind Verkaufsberater:innen das lebendigste und vielleicht menschlichste Gesicht dieser riesigen Industrie. Um die Vielschichtigkeit dieses Berufsfeldes zu beleuchten, spricht FashionUnited mit Expert:innen, die den Verkauf als Ort der persönlichen Entfaltung und der fundierten Fachkompetenz begreifen.

Dieses Mal spricht Mathilde Robard, Verkaufsberaterin im Pariser Concept-Store Centre Commercial, über ihre Erfahrungen.

Wie sah Ihre erste Position im Verkauf aus?

Mathilde Robard: Ich war Verkaufsberaterin für die italienische Marke Bialetti – dort drehte sich alles um Kaffee, Espressokocher und Küchenzubehör.

Haben Sie gute Erinnerungen an Ihr allererstes Vorstellungsgespräch in diesem Segment?

Ja, absolut. Ich war 21 Jahre alt. Mein Gegenüber war sehr wohlwollend und hat in mir die echte Leidenschaft für diesen Beruf geweckt.

Was war der beste Rat, den Ihnen ein Mentor oder eine Führungskraft zu Beginn gegeben hat?

Ich denke, es war der Rat, Initiative zu zeigen. Mir wurde vermittelt, dass es nicht schlimm ist, Dinge auszuprobieren – selbst auf die Gefahr hin, Fehler zu machen.

Was motiviert Sie heute, morgens aufzustehen?

Der Store Centre Commercial im Allgemeinen. Nach sechs Jahren fühle ich mich hier wirklich wie zu Hause. Ich freue mich jeden Tag auf den Laden, die Produkte und das Team, mit dem ich zusammenarbeite.

Wie würden Sie das „Vergnügen am Verkaufen“ beschreiben?

Es entsteht vor allem durch den Austausch mit der Kundschaft. Es ist toll, jemanden für ein Produkt zu begeistern, das die Person selbst vielleicht gar nicht in Betracht gezogen hätte, in dem man sie sich als Profi aber sofort vorstellen kann. Es geht um die Begleitung und das ehrliche Glücksgefühl, wenn jemand den Laden zufrieden mit seinem Kauf verlässt.

Was war Ihr unerwartetster oder denkwürdigster Verkauf?

Das mag banal klingen, aber mein überraschendster Moment war, als ich zum ersten Mal einem bekannten Schauspieler gegenüberstand. Er wollte ein Paar Veja-Sneaker für einen Freund kaufen. Um mir die Größe zu zeigen, holte er eine Zeichnung hervor, auf der er den Umriss des Fußes seines Freundes nachgezeichnet hatte.

Haben Sie Lieblingskund:innen?

Mit der Zeit entwickelt man definitiv seine ‚Favorit:innen‘. Es gibt keine spezifische Anekdote, aber sobald sie den Laden betreten, freue ich mich, sie nach ihrem Befinden zu fragen und ihnen die Neuheiten ihrer Lieblingsmarken zu präsentieren.

Welche technische Fähigkeit haben Sie über die Jahre am stärksten verfeinert?

Das Styling und das „Lesen“ eines Schnitts. Das ist die fachliche Kompetenz, in der ich heute am sichersten bin.

Auf welche Qualitäten in Ihrem Job sind Sie besonders stolz?

Zunächst auf das Merchandising. Durch ständiges Ausprobieren habe ich mich hier stark weiterentwickelt und werde immer kreativer. Der zweite Punkt ist das Management. Dank meiner langjährigen Erfahrung und gezielter Schulungen bin ich stolz darauf, heute ein mehrköpfiges Team zu leiten.

Wie schult man sein Auge, um Kund:innen immer die perfekte Silhouette anzubieten?

Man muss die Produkte im Store in- und auswendig kennen. Ohne dieses Wissen über Schnitte und Materialien verzettelt man sich schnell. Danach folgt das Zuhören: Man muss die Bedürfnisse verstehen und die richtigen offenen Fragen stellen. Mit der Erfahrung reicht oft schon ein Blick, wenn jemand zur Tür hereinkommt, um zu wissen, welche Marke oder welcher Artikel passen könnte.

Was wird an Ihrem Beruf am meisten unterschätzt?

Der Beruf wird oft abgewertet und als bloßer „Aushilfsjob“ betrachtet. Dabei erfordert er Organisation, Disziplin und eine ausgeprägte emotionale Intelligenz. Es reicht nicht aus, nur „gut reden“ zu können, um in diesem Job wirklich gut zu sein.

Dieses Interview wurde schriftlich geführt.

Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.

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