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Der heißeste Laufsteg im Berliner Winter: #DAMUR lässt AW26 im SPA Pool enden

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FW26. Bild: #DAMUR
PRESSEMITTEILUNG
Von Press Club

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Die nasse Geschichte

Berlin im Februar bedeutet normalerweise graue Straßen und schwarze Mäntel. Als die Gäste im Liquidrom in Chrom, Spitze und Bademänteln ankamen – einige barfuß, andere mit Pantoffeln in der Hand –, war sofort klar: Das wird kein normaler Fashion-Week-Abend.

AW26 war keine „Show an einem coolen Ort“. Sie folgte den Regeln eines Spas: entschleunigen, Raum anders teilen, den Körper sprechen lassen. Noch bevor die Show begann, schwebten die Gäste bereits unter der Salzwasserkuppel und wechselten zwischen Sauna, Dampfbad und Duschen – und ließen die Zeit langsamer laufen. Medien waren anwesend, doch die Atmosphäre fühlte sich weniger nach Dokumentation an, sondern eher nach Teilnahme.

Unter dem Titel „Fashion SPA Day“ und dem Slogan „Do You Wet Dream?“ behandelte #DAMUR das Liquidrom nicht als Kulisse, sondern als Erweiterung des Konzepts der Kollektion. In einer Stadt, in der Modeevents oft über „mehr“ konkurrieren – mehr Lautstärke, mehr Visuals, mehr Geschwindigkeit – stach AW26 durch Subtraktion hervor: Es schuf Raum, damit Kleidung unter realen Bedingungen mit Körper und Umgebung interagieren kann.

Bild: Anastasia Spivak

Der SPA-Laufsteg

Der Laufsteg am Pool entfaltete sich in drei Kapiteln – Super-Human, Super-Athlete, Super-Cyborg – und bewegte sich von Stille und Feuchtigkeit zu schärferer Spannung und metallischer Antriebskraft. Die Präsentation wirkte ruhig und kontrolliert in einem Raum, der sich naturgemäß jeder Kontrolle widersetzt.

AW26 übersetzte die Spannung des Spas – Hitze, Feuchtigkeit, Entblößung – in eine Garderobensprache aus Cut-outs und Body Mapping. Haut wurde nicht zur Schockwirkung gezeigt, sondern bewusst gestaltet: Öffnungen wie Satzzeichen platziert, um Oberkörper und Gliedmaßen gezielt zu rahmen und den Blick über den Körper zu führen, während sich die Models am Pool entlang bewegten. Das Styling setzte einen lingerieartigen Akzent – nicht als Kostüm, sondern als Selbstbewusstsein –, in dem Intimität zur Struktur und Verletzlichkeit zur Silhouette wird.

Bild: Anastasia Spivak

Über die drei Kapitel hinweg spielten die Looks mit Kontrasten: Streetwear-Tailoring gegen Weichheit, Disziplin gegen Befreiung, oversized Volumen im Gegensatz zu engen, körpernahen Stücken. Strick- und Jersey-Elemente brachten Spannung und Dehnbarkeit – sie schmiegen sich an, geben nach, reagieren –, während beschichtete Oberflächen schärfere Signale setzten und das Licht wie nasse Haut unter der Kuppel einfingen. Das Ergebnis wirkte wie hochwertige Streetwear, neu kalibriert für eine Spa-Umgebung: funktional, sinnlich und kompromisslos körperlich.

Dann kam das prägende Bild der AW26: Als die Show ihren Höhepunkt erreichte, betraten drei Models den Pool und ließen die Looks im Wasser weiterleben. Organza schwebte und schimmerte in den Wellen. Metallische Akzente fingen das Licht der Kuppel ein, während sich die Silhouetten veränderten. Bewegung verwandelte jeden Look. Die Kleidung wurde nicht nur getragen – sie interagierte mit Schwerkraft, Wasser und Körper und machte Mode zu einem physischen Ritual.

Schönheit, Schuhe und Sound

Beauty und Footwear wurden für reale Bedingungen gedacht: Paul Mitchell lieferte glattes, kontrolliertes Wet-Look-Haar, das in hoher Luftfeuchtigkeit stabil bleibt, während Wildling Shoes das Erlebnis mit leichten, funktionalen Schuhen erdete – gemacht für Bewegung statt Pose.

Das Styling behandelte jeden Look als System: Haut + Schnitt + Oberfläche + Proportion. Lingerie-Elemente wurden zur Designlogik – Linien, die den Körper konturieren, rahmen und betonen –, während Streetwear-Schnitte die Silhouetten geerdet und typisch Berlin hielten. In der Feuchtigkeit verhielten sich Materialien anders: Strick und Jersey schmiegen sich an und lassen wieder los, während beschichtete Oberflächen ihre Form halten und das Licht im Raum reflektieren – sodass sich jeder Schritt verstärkt anfühlte.

Bild: Anastasia Spivak

Die Musik bestimmte die Temperatur im Raum: warme House-Grooves zu Beginn, tiefere House- und Breakbeat-Klänge im Verlauf der Show, dann melodischer und tribal geprägter Techno auf dem Höhepunkt – bevor alles in After-Hour-Energie überging. Selbst der Dresscode war keine Dekoration, sondern ein soziales Skript: Silber, Chrom, weiche Spitze, Lingerie (saunatauglich). Er verwandelte das Publikum in eine bewegte Landschaft aus Texturen und Reflexionen. Zwischen den Shows hing der Satz „Do You Wet Dream?“ in der Luft – halb Scherz, halb Anweisung.

Wenn Wellness der neue Nachtclub ist, war dies der Beweis

#DAMUR behandelte Wellness nicht als Branding, sondern als Verhalten – als etwas Reales, Gemeinsames und körperlich Spürbares. Die Spa-Umgebung zwang zu Ehrlichkeit: In feuchter Luft und bei entblößter Haut gab es kein Verstecken. Die Gäste – einschließlich der Presse – erlebten die Kollektion, anstatt sie nur zu dokumentieren.

„Ich glaube, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um die Branche – und die Welt, in der wir leben – dazu aufzufordern, einen Gang zurückzuschalten, sich neu zu orientieren und alles mit einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Was für ein Leben – und was für eine Welt – wollen wir für das nächste Jahrzehnt aufbauen?“, sagte Damur Huang, Gründer und Kreativdirektor von #DAMUR.

„An alten Gewohnheiten festzuhalten bringt einen nicht weiter. Ich habe hart daran gearbeitet, meine eigenen Routinen zu ändern – täglich, monatlich, jährlich. Das ist in philosophischer Hinsicht schmerzhaft, aber auch eine Erleichterung. Wir können uns immer anpassen und mit neuer Energie vorankommen.“ Im Kontext des Pool-Moments wirkte diese Aussage gelebt, nicht gesprochen.

Der Praxistest war brutal: Dampf, Wasser, Hitze. Doch die Looks hielten stand. Beauty blieb intakt. Footwear blieb funktional. Und der Raum blieb in Bewegung – denn das Konzept war kein Moodboard. Es war eine reale Umgebung mit realen Bedingungen und realen Körpern darin.

Bild: Kristina Parioti

Do You Wet Dream?

Es ist leicht, das „immersiv“ zu nennen. Die schärfere Wahrheit ist einfacher: Das Spa machte die Show ehrlich. Keine Distanz, keine Rüstung, kein Verstecken. Die Kleidung bewegte sich mit dem Körper, floss mit dem Wasser und wurde Teil der Umgebung. Mode war nichts, das man von außen betrachtete. Man hat sie erlebt.

AW26 ist darauf ausgelegt, gefühlt zu werden: körperbetonte Cut-outs, Dessous-Spannung und Street-Tailoring – aktiviert durch Hitze, Feuchtigkeit und Wasser.

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