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Der Teufel trägt Prada. Deine Bewerbung trägt Flip-Flops.

Mode
Bild: #DAMUR
PRESSEMITTEILUNG
Von Press Club

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‚Der Teufel trägt Prada‘ hat vielen von uns einen sehr konkreten Lebensplan vorgegeben: Mode, Großstadt, ikonische Outfits und leichte emotionale Schäden. Trotzdem? Es war es wert.

Ich bin Maria, zweiundzwanzig, und habe gerade mein Praktikum in Kommunikation und Presse bei dem Berliner Label #DAMUR begonnen. Das ist mein erster richtiger Schritt in die Branche. Und ich bin ehrlich: Ich habe mehr Laufsteg erwartet und weniger „Warum ist dieses Portfolio ein Google-Drive-Link, der eine Freigabe benötigt?“.

Positionen in Design, Marketing und Kreation schienen zum Greifen nah. Auch ich spürte diese Anziehungskraft. Ich habe mich vorbereitet, gelernt und Fähigkeiten aufgebaut. Dabei habe ich mir meinen großen Auftritt als Andrea oder Emily ausgemalt. Aber in der Mode geht es nicht um Talent. Es geht um Intuition und Aufmerksamkeit.

Bild: #DAMUR

In der Modebranche werden gerne große Worte wie Kreativität, Innovation und Nachhaltigkeit verwendet. Doch die meisten Bewerbungen scheitern nicht an mangelnder Kreativität. Sie scheitern, weil Anweisungen nicht gelesen werden. Sie scheitern an der einfachsten Sache der Welt: dem Lesen.

Der Modebranche mangelt es nicht an kreativen Menschen. Ihr mangelt es an aufmerksamen.

Was eine:n Bewerber:in wirklich auszeichnet, ist nicht rohes Talent. Es ist Beständigkeit, Verständnis und die Fähigkeit, das zu bemerken, was alle anderen ignorieren. Das fängt schon bei der ersten E-Mail an.

Um diese Realität zu ergründen, habe ich Damur, den Gründer von #DAMUR, gefragt, was eine Person wirklich auszeichnet. Denn bei mehr als tausend Bewerbungen muss man wissen, wie man auswählt und das Chaos vermeidet.

Was zeichnet eine:n Bewerber:in für ein Praktikum aus?

Damur: Die Grundlagen. Ein professioneller Lebenslauf und ein sauberes Portfolio. Und bitte senden Sie es in dem von uns geforderten Format. Wenn wir um ein PDF bitten, schicken Sie kein DOC.

Welchen Fehler machen die meisten zu Beginn?

Damur: Sie lesen nicht. Manche schicken Bewerbungen auf Spanisch oder Italienisch, obwohl wir um Englisch bitten. Andere senden einfach ein Portfolio ohne Kontext. Einige wissen nicht einmal, bei welcher Marke sie sich beworben haben. Sie denken, sie bewerben sich bei FashionUnited, nicht bei #DAMUR. Das ist kein Ehrgeiz. Das ist das massenhafte Versenden von E-Mails ohne wirkliche Absicht.

Woran erkennen Sie innerhalb von zehn Sekunden, dass jemand die Aufgabenstellung nicht gelesen hat?

Damur: „Ich füge eine spezielle Frage oder Aufgabe hinzu. Wenn sie ignoriert wird, lösche ich die Bewerbung.“ Das ist brutal, aber fair. Wer im ersten Schritt nicht einen Absatz lesen kann, wird später definitiv eine Frist verpassen.

Was zählt in der ersten Runde mehr: nachgewiesenes Denkvermögen oder die bloße Behauptung, kreativ zu sein?

Damur: Der Satz „Ich bin sehr kreativ“ ist ein Warnsignal. Kreativität ist nicht nur Talent. Sie ist keine Persönlichkeitseigenschaft. Sie ist Intuition, Erfahrung und Problemlösung unter Druck. Wir brauchen Leute, die umsetzen können.

Bild: #DAMUR

Ist es jungen Bewerber:innen egal oder verstehen sie die Bedeutung von Details einfach nicht?

Damur: Die meisten Menschen verwenden ihre Zeit nicht für die einfachsten, aber wichtigsten Dinge: Lesen und Schreiben. Der Einsatz von KI ist nicht das Problem, aber Copy-and-paste schon. Nutzen Sie natürlich Tools, aber lesen, überarbeiten und personalisieren Sie den Text.

Liegt das Problem bei der Erfahrung, der Einstellung oder beidem?

Damur: Beides. Einige Praktikant:innen haben jahrelange Erfahrung und nehmen es trotzdem persönlich, wenn sie eine Aufgabe überarbeiten sollen. Hier zu sein ist eine Entscheidung. Das Ignorieren von Regeln zeugt von mangelndem Respekt. Die Arbeit ernst zu nehmen, ist nicht optional.

Was ist der größte Mythos, den junge Leute über die Arbeit in der Modebranche glauben?

Damur: Dass sich in der Mode alles um Kreativität dreht. Das tut es nicht. Mode ist heute Recherche. Es ist auch kein Nine-to-five-Job. Die Arbeit endet erst, wenn sie wirklich erledigt ist.

Wenn Sie eine Regel nennen müssten, um herauszustechen, welche wäre das?

Damur: Befolgen Sie die Richtlinien, respektieren Sie die Regeln und zeigen Sie echtes Engagement. Das mag langweilig klingen, aber es ist der Cheat-Code. Jeder möchte sagen, dass er in der Mode arbeitet. Aber nur wenige sind wirklich bereit, das zu tun, was nötig ist. Dazu gehört: sorgfältig lesen, ordnungsgemäß abliefern und Dinge überarbeiten, ohne es persönlich zu nehmen.

Wenn Sie sich also für ein Praktikum in der Modebranche bewerben, hier ist die Wahrheit: Sie müssen kein Wunderkind sein, Sie müssen zuverlässig sein. Seien Sie aufmerksam, halten Sie Zusagen ein und erledigen Sie jede Aufgabe mit Sorgfalt. Denn in der Mode verbreitet sich der kleinste Fehler schneller als Ihr Talent.

Und ja, Sie können kreativ sein, aber Sie sollten verantwortungsbewusst sein. Hängen Sie nur kein Portfolio mit dem Namen „neues neues neues Portfolio FINAL“ an. Das ist nicht Mode. Das ist Chaos.

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