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Der Chef des Sportartikelherstellers Adidas, Kasper Rorsted, erwartet, im wichtigen chinesischen Markt weniger Profit zu machen. Vom Marketing bis zu den Gehältern würden alle Kosten in dem Land steigen, begründete Rorsted dies am Donnerstag in Shanghai. Zudem werde sich das Wachstum abschwächen.

Im vergangenen Jahr stiegen die Umsätze in China um 28 Prozent. Dies sei in diesem Jahr so wohl nicht mehr zu erreichen, schätzte Rorsted, auch wenn weiter ein zweistelliges prozentuales Wachstum erwartet werde. China gehört zu den am schnellsten wachsenden Märkten von Adidas, das fränkische Unternehmen kann dabei einen fünfmal so hohen Anteil vom Umsatz als Gewinn verbuchen wie in den USA. Adidas kommt in China derzeit auf einen Marktanteil von gut 16 Prozent. Der US-Rivale Nike ist Marktführer mit fast 19 Prozent.

Für die USA erwartet der Adidas-Chef hingegen deutlich anziehende Umsätze. Lange Jahre hinkte Adidas in den USA Nike weit hinterher, die Herzogenauracher kommen im größten Sportartikelmarkt der Welt auf gerade einmal vier Prozent Marktanteil, Nike hingegen auf satte 21 Prozent. Den Abstand will Adidas wenigstens verkürzen. (DPA)