Adidas wächst im zweiten Quartal wie erwartet und bestätigt Jahresprognosen

Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas AG hat im zweiten Quartal 2019 die Erwartungen erfüllt. Das Unternehmen aus Herzogenaurach meldete am Donnerstag ein solides Umsatzplus und ein kräftiges Gewinnwachstum. Die Ziele für das gesamte Geschäftsjahr blieben daher unverändert.

„Wir hatten ein weiteres erfolgreiches Quartal. Der Umsatz in unseren strategischen Wachstumsbereichen China und E-Commerce stieg erneut im zweistelligen Bereich – ebenso unser Gewinn“, erklärte Vorstandschef Kasper Rorsted in einer Mitteilung. „Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass sich das Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte sequenziell beschleunigen wird und bestätigen unsere Umsatz- und Gewinnprognose für 2019.“.

Der Konzernumsatz lag im zweiten Vierteljahr bei 5,51 Milliarden Euro und damit um 4,7 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stieg er um vier Prozent. Bei der Hauptmarke Adidas wuchsen die Erlöse um 4,9 Prozent (währungsbereinigt +4,0 Prozent) auf 5,00 Milliarden Euro. Geringere Umsätze in der Fußball-Sparte, die im Vorjahresquartal aufgrund der Weltmeisterschaft in Russland einen außerordentlich Nachfrageschub erlebt hatte, wurden durch Zuwächse in anderen Kategorien mehr als ausgeglichen. Zulegen konnte auch das Label Reebok, dessen Umsatz um 4,7 Prozent (währungsbereinigt +3,1 Prozent) auf 406 Millionen Euro stieg.

Kräftige Zuwächse in Asien, Nordamerika und den Schwellenländern beflügeln den Umsatz

In Europa lag der Konzernumsatz mit 1,42 Milliarden Euro nur geringfügig über dem Vorjahreswert (+0,1 Prozent). In der Region Russland/GUS ging er sogar um 3,9 Prozent (währungsbereinigt -4,1 Prozent) auf 171 Millionen Euro zurück. Dort hatte sich der positive Effekt der Fußball-WM vor einem Jahr besonders ausgewirkt. Auch in Lateinamerika waren die Erlöse rückläufig, was an negativen Wechselkursveränderungen in der Region lag. Sie sanken um 3,1 Prozent (währungsbereinigt +4,7) auf 403 Millionen Euro.

Kräftig wachsen konnte der Konzern aber in den übrigen Märkten. Im asiatisch-pazifischen Raum stieg der Umsatz um 8,5 Prozent (währungsbereinigt +7,8 Prozent) auf 1,87 Milliarden Euro, wozu ein zweistelliges währungsbereinigtes Plus in China beitrug. In Nordamerika legten die Erlöse um 12,1 Prozent (währungsbereinigt +5,8 Prozent) auf 1,21 Milliarden Euro zu, in den Ländern, die Adidas in der Kategorie Emerging Markets führt, wuchsen sie um 11,9 Prozent (währungsbereinigt +12,4 Prozent) auf 281 Millionen Euro.

Der Quartalsgewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen wächst um rund zehn Prozent

Das Ergebnis stieg noch deutlicher als der Umsatz. Das lag vor allem an einer Verbesserung der Bruttomarge, die nach Angaben des Unternehmens auf „die positiven Effekte günstigerer Währungsentwicklungen und niedrigerer Beschaffungskosten sowie auf einen verbesserten Produkt- und Vertriebskanalmix zurückzuführen“ war. So konnten höhere Kosten und Investitionen mehr als ausgeglichen werden. Dementsprechend stieg der Betriebsgewinn um 8,6 Prozent auf 643 Millionen Euro.

Das Nettoergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei 462 Millionen Euro und damit um 10,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der ausgewiesene Quartalsgewinn nach Minderheitenanteilen, in dem auch die Ergebnisbeiträge inzwischen abgegebener Geschäftsbereiche enthalten sind, stieg um 34,0 Prozent auf 531 Millionen Euro. Hier machte sich nach Angaben des Unternehmens die „Neubewertung ausstehender Earn-out-Komponenten“, die aus dem 2017 vollzogenen Verkaufs der Golfsparte resultierten, positiv bemerkbar.

Im gesamten ersten Halbjahr kam der Konzern damit auf einen Umsatz in Höhe von 11,4 Milliarden Euro, was einer Steigerung um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen wuchs um 13,8 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro. Die vorliegenden Zahlen boten keinen Anlass, die Jahresprognosen zu ändern. So rechnet der Vorstand weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum um fünf bis acht Prozent. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen soll um zehn bis 14 Prozent auf 1,88 bis 1,95 Milliarden Euro steigen.

Fotos: Adidas AG

 

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