Ahlers spürt wieder Rückenwind

Das Modeunternehmen Ahlers, das im vergangenen Jahr etwas unter der allgemeinen Absatzkrise auf dem europäischen Bekleidungsmarkt zu leiden hatte und nur noch auf eigener Fläche wachsen konnte, ist wieder im Aufwind. So bestätigte das Management nun die Vorläufigen Zahlen aus dem Juni, nach denen Ahlers im ersten Halbjahr wieder leicht zulegen konnte.

So steigerte das Unternehmen seinen Umsatz im zweiten Quartal 2016 um kräftige 3,5 Prozent oder 1,8 Millionen Euro und schließt damit das erste Geschäftshalbjahr 2015/16 mit einem leichten Umsatzplus von 200.000 Euro bzw. 0,2 Prozent auf 118,3 Millionen Euro ab. Trotz eines rückläufigen Gesamtmarkts seien die Kernaktivitäten des Konzerns im ersten Halbjahr 2015/16 um 2,9 Millionen Euro bzw. 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen, heißt es weiter.

Die Umsätze des Premium Segments stiegen dabei um 1,7 Millionen Euro oder 2,2 Prozent, wobei Pierre Cardin maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen haben soll. Baldessarini konnte in Deutschland mit einem kräftigen Umsatzplus von neun Prozent Marktanteile und insgesamt sechs Prozent hinzugewinnen. Die im Segment Jeans, Casual & Workwear verbleibenden Marken Pioneer Authentic Jeans, Pionier Jeans & Casuals, Pionier Workwear und Jupiter erwirtschafteten in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein Umsatzplus von 1,2 Millionen Euro oder 3,4 Prozent. Besonders kräftige, zweistellige Zuwächse erzielte dabei Pioneer Authentic Jeans.

Sehr solide entwickelte sich das Geschäft in Mittel- und Osteuropa. Daran beteiligt waren auch Russland und die Ukraine, wo die rückläufige Entwicklung des Vorjahres mit einem Umsatzzuwachs von 5,5 Prozent gestoppt werden konnte. Die auslaufende Geschäftstätigkeit mit Gin Tonic und das Geschäft mit dem letzten großen Private Label Kunden gingen erwartungsgemäß um insgesamt 2,7 Millionen Euro zurück.

Konsolidierung zeigt Wirkung

Besonders erfreulich: Die im letzten Jahr eingeleiteten kostensenkenden Maßnahmen haben Unternehmensangaben zufolge zu spürbar steigenden Ergebnissen auf allen Ebenen geführt. So habe man im ersten Halbjahr 2015/16 ein EBIT vor Sondereffekten von 2,2 Millionen Euro erzielt, was einem mehr als satten Plus von 214 Prozent entspricht. Bei weitgehend stabilem Rohertrag hätten vor allem die Einsparungen beim Personalaufwand von 1,2 Millionen Euro zu dieser Entwicklung beigetragen, heißt es. Insgesamt verringerte Ahlers seinen Sachaufwand um drei Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Die Sonderaufwendungen stiegen im Berichtszeitraum um 300.000 auf 500.000 Euro. Darin enthalten waren höhere Mitarbeiter- und Handelsvertreter-Abfindungen sowie Auflösungskosten für die Mietverträge der letzten Gin Tonic Stores. Trotz dieser Einflüsse wuchs das Konzernergebnis nach Steuern von einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr auf 800.000 Euro in diesem Halbjahr.

Angesichts dieser guten Gesamtentwicklung erwartet der Vorstand für das zweite Halbjahr eine Fortsetzung des Aufschwungs. So sollen im Kerngeschäft rund drei Prozent Umsatzwachstum generiert werden, um den Rückgang der auslaufenden Aktivitäten auszugleichen. Der Gesamtumsatz soll zusammengenommen auf dem Vorjahreswert von 242 Millionen Euro stabil bleiben. Die erfreulich abgeschlossene Vororder für Herbst/Winter 2016 stütze diese Annahme. Der Konzern-Jahresüberschuss soll dann um einen hohen zweistelligen Prozentsatz über dem Vorjahreswert von 1,4 Millionen Euro liegen.

Foto: Pierre Cardin / Ahlers

 

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