Der boomende Internethandel und florierende Cloud-Dienste haben Amazons Geschäft zu Jahresbeginn beflügelt. Im ersten Quartal stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 51 Milliarden Dollar (42 Mrd Euro), wie der Online-Riese am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Seattle mitteilte. Der Überschuss kletterte von 724 Millionen auf 1,6 Milliarden Dollar. Damit knackte der Konzern im zweiten aufeinanderfolgenden Quartal die Milliardenmarke, was zuvor noch nie gelungen war.

Als großer Wachstumstreiber erwies sich einmal mehr Amazons gewerbliche Cloud-Sparte AWS, über die Unternehmen IT-Dienste und Speicherplatz im Internet buchen können. In diesem sehr profitablen Geschäftsfeld nahm der Umsatz um 49 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar zu. Insgesamt übertrafen die Quartalsergebnisse die Erwartungen der Analysten klar. Bei Anlegern war die Freude groß, die Aktie stieg nachbörslich zunächst um rund sieben Prozent auf ein Rekordhoch.

Mit Spannung wird nun erwartet, ob sich die Konzernführung um Amazon-Chef Jeff Bezos in der Konferenzschalte mit Analysten, die auf die Zahlenvorlage folgt, zur Kritik von Donald Trump äußert. Der US-Präsident hatte dem Konzern im März erneut vorgeworfen, zu wenig Steuern zu zahlen und die US-Post auszunutzen. Trump hat Amazon schon lange auf dem Kieker, als Hauptgrund gilt seine Fehde mit der «Washington Post», die im Privatbesitz von Konzernchef Bezos ist. (dpa)

 

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