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Ann Taylor startet eigenes Kleider-Abo

Das US-Damenmodelabel Ann Taylor schließt sich einem neuen Trend der Bekleidungsbranche an und hat im letzten Monat mit „Infinite Style“ ohne großes Aufseben in den USA seinen eigenen Abo-Service für seine Hauptmarke Ann Taylor eingeführt. Damit will das Unternehmen rückläufige Umsätze angehen und Kundinnen anziehen, die statt in der Mall lieber online kaufen.

Für 95 US-Dollar im Monat können Abonnenten so viele Kleidungsstücke ausleihen, wie sie wollen (aber nur drei auf einmal) und diese so lange behalten, wie sie sie brauchen oder bis sie bereit für die nächsten drei Kleidungsstücke sind. Auch um die Reinigung der Teile brauchen sie sich nicht zu kümmern - diese übernimmt Ann Taylor, ebenso wie die Versandgebühren.

Selbst um beschädigte Teile braucht sich eine Abonnentin keine Sorgen zu machen - das Label gibt sich verständnisvoll: „Wir verstehen, dass Kleidung hängenbleibt, Flecken auf Oberteile kommen und Säume sich lösen. Die normale Abnutzung wird vorausgesetzt und Sie werden nicht dafür verantwortlich gemacht“, heißt es auf der Infinite Style-Website.

Ann Taylor startet eigenes Kleider-Abo

Wem die Kleidungsstücke so gut gefallen, dass er sie behalten möchte, kann sie zu einem Rabattpreis erstehen - auch daran hat das US-Unternehmen gedacht. Zur Auswahl stehen jedoch nur die Kleidungsstücke der Marke, nicht jedoch Accessoires, Schmuck oder Artikel der Linien Ann Taylor Loft oder Lou & Grey.

Die Idee des „endlosen Kleiderschranks“ erfreut sich angesichts schwindender Verbraucherbudgets und Platzmangels zunehmender Beliebtheit, wie Unternehmen wie Rent the Runway und Stitch Fix beziehungsweise myonbelle und Kleiderei in Deutschland beweisen. Auch Modemarken wie Under Armour, The Gap und Old Navy haben sich in den letzten Wochen ebenfalls dem Verleih-Trend angeschlossen.

Das Verleih-Modell ermöglicht es Kunden und Kundinnen zudem, jeweils die neuesten Styles zu tragen, ohne dass ihr Kleiderschrank aus allen Nähten platzt beziehungsweise mehr Kleidungsstücke auf den Müll wandern. Denn laut Aussage von Ann Taylor werden Kleidungsstücke, die abgetragen sind, an eine wohltätige Organisation vor Ort gespendet.

Fotos: Infinite Style