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Ausblick: Zalando mit Wachstum zum Jahresauftakt erwartet

Der Online-Händler Zalando legt an diesem Mittwoch (6. Mai) Zahlen für das erste Quartal vor.

Das erwartet das Unternehmen:

Zalando hat sich für 2026 mehr Umsatz und Gewinn vorgenommen und setzt dabei auch auf Künstliche Intelligenz (KI). Im laufenden Jahr peilt das Management ein Wachstum des Bruttowarenvolumens (GMV) und der Erlöse um 12 bis 17 Prozent an. Beim bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird ein Anstieg auf 660 bis 740 Millionen Euro erwartet. Im vergangenen Jahr verbuchte Zalando einen Umsatz von 12,3 Milliarden Euro. Das Bruttowarenvolumen lag bei 17,6 Milliarden Euro. Operativ wurden bereinigt 591 Millionen Euro verdient.

Zalando bestätigte zudem zuletzt seine mittelfristigen Ziele für 2028. So strebt der Konzern weiter eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 8 bis 13 Prozent für Bruttowarenvolumen und Umsatz sowie eine operative Marge (bereinigte EBIT-Marge) von 6 bis 8 Prozent an.

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung hat Zalando ein Aktienrückkaufprogramm aufgelegt. Bis spätestens 14. Juli sollen bis zu 20 Millionen Aktien für bis zu 300 Millionen Euro zurückgekauft werden. Die Aktien sollen eingezogen werden.

Fortschritte erzielte Zalando bei der Integration des zugekauften Online-Modehändlers About You, dessen Übernahme im vergangenen Sommer abgeschlossen wurde. Synergien von 100 Millionen Euro pro Jahr sollen nun bereits 2028 erreicht werden – und damit ein Jahr früher als geplant.

Anfang Januar hatte Zalando die Schließung seines Logistikzentrums in Erfurt mit 2.700 Beschäftigten angekündigt. Es ist eines von vier Logistikzentren in Europa, die im Zuge der Übernahme von About You geschlossen werden sollen. Die Schließung in Erfurt wurde von der Thüringer Landespolitik kritisiert.

Das erwarten Analyst:innen:

Analystin Georgina Johanan von der US-Bank JPMorgan rechnet bei den anstehenden Quartalszahlen des Online-Modehändlers nicht mit Überraschungen. Die Jahresziele dürften unverändert bleiben.

Mit Blick auf KI geht William Woods vom US-Analysehaus Bernstein davon aus, dass sie im europäischen Einzelhandel eher eine Evolution statt eine Revolution mit sich bringt. Entscheidend seien die Produktkategorien. Mehrmarkenhändler wie Zalando dürften dies im Bekleidungsmarkt deutlicher zu spüren bekommen.

Von Bloomberg erfasste Analyst:innen erwarten für das erste Quartal einen Umsatz von gut drei Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis dürfte sich auf rund 63,8 Millionen Euro verbessert haben. Im Vorjahr wurden Erlöse von 2,4 Milliarden und ein bereinigtes operatives Ergebnis von 46,7 Millionen verbucht.

Für 2026 erwarten die Branchenexpert:innen im Mittel einen Umsatzanstieg auf rund 14 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis wird mit 699 Millionen prognostiziert.


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