Baur: Umsatzplus erleichtert Neuanfang

Das Versandhandelsunternehmen Baur, eine Tochter des Otto-Konzerns, will sich in Zukunft neu am Markt positionieren und zu einem digital ausgerichteten Handelskonzern werden. Sein klassisches Kataloggeschäft will Baur hingegen nicht mehr weiter forcieren. Dabei geht das Unternehmen durchaus mit Rückenwind ins Rennen um die Gunst der Kunden.

So berichtet Baur für das Geschäftsjahr 2015/2016 eine „beständige und solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung“, basierend auf einem Anstieg des Netto-Umsatzes um 1,3 Prozent auf 683 Millionen Euro. Zum profitablen Wachstum hätten die Kernmarke Baur, die österreichische Tochter Unito und das Dienstleistungsgeschäft beigetragen, heißt es. Wichtigster Wachstumstreiber der Gruppe bleibt der Online-Handel und allen voran das Geschäft über Mobile Shopping. So legte der hauseigene Online-Shop um elf Prozent zu, während der Umsatz über Smartphones sogar um mehr als 80 Prozent expandierte. Auch die Marken der Unito-Gruppe setzten ihren Wachstumskurs im E-Commerce fort. Das stärkste Umsatzplus verzeichnete Quelle in Deutschland.

„Wir haben 2015 Kurs gehalten und sind mit der Entwicklung in unseren beiden Geschäftsbereichen Online-Handel und Dienstleistungen zufrieden“, so der Sprecher der Baur-Geschäftsführung, Albert Klein. „2015 haben wir zwei wichtige Veränderungen eingeleitet, die weit in die Zukunft reichen und die Grundlagen für künftigen Erfolg der Baur-Gruppe schaffen. Wir setzen auf die Kraft des Kulturwandels und beschreiten mit der Umsetzung der „Vision 2025“ neue Wege im Marktauftritt unserer Kernmarke Baur“, so Klein weiter. Weitere strategische Schwerpunkte der Unternehmensgruppe bilden die stärkere Internationalisierung und der Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts.

Frauen ab 40 im Fokus

Mit seiner neuen Unternehmensstrategie „Vision 2025“ will Baur auf „die rasanten Veränderungen des Marktumfelds“ reagieren und den digitalen Wandel im Unternehmen vorantreiben. Mit dieser Strategie sichere man die eigene Position im hart umkämpften Online-Markt und ebne den Weg für neues Wachstum, so das Unternehmen. Zugleich wolle man sich zu einem Zielgruppen-Spezialisten für „Fashion“ und „Home“ entwickeln. Zielkundinnen seien „selbstbewusste und werteorientierte für Frauen von Anfang 40 bis Mitte 50“. Neu im Marktauftritt ist auch die Angebotswelt „Lifestyle“, die einen zusätzlichen Zugang zur Zielgruppe eröffnen soll.

Die Veränderungen, die laut Baur einem „Kulturwandel“ gleichkommen, sollen die Erfahrungen und Werte des Traditionsunternehmens mit den Anforderungen der digitalen Welt verbinden. „Dieser Weg erfordert eine Transformation über alle Bereiche und ist mit einem notwendigen Wandel der Unternehmenskultur verbunden,“ weiß Vorstandssprecher Klein. Es gehe um grundlegende Veränderungen, die alle Mitarbeiter dazu befähigten, ein tiefgreifendes Verständnis für die digitalen Märkte der Zukunft zu erlangen – für den technologischen Fortschritt und den Wandel der Kundenbedürfnisse und des Wettbewerbsumfelds. „Der Kulturwandel bildet die Grundlage für unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit. Wir fördern agiles Handeln und eine konstruktive Fehlerkultur. Wir wollen mehr Eigenverantwortung und Eigeninitiative als prägende Elemente im gemeinsamen Miteinander stärken“, so Klein weiter.

Foto: Baur

 

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