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Bleckmann setzt auf Wiederherstellungswert als Impulsgeber für zirkuläre Mode

Der niederländische Logistikdienstleister Bleckmann wandelt sich zu einem entscheidenden Partner in der zirkulären Modekette. Hans Robben, Programmmanager von The Renewal Workshop, erläutert, wie die Wiederherstellung beschädigter Retouren sowohl wirtschaftlich rentabel als auch ein entscheidender Schritt zur Einhaltung neuer EU-Vorschriften ist.
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Hans Robben Bild: Sione Na’a Helu
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Von FashionUnited Media

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Während der jüngsten GS1 - WAIR 24h Circular Fashion Journey präsentierte Hans Robben, Programmmanager von The Renewal Workshop bei Bleckmann, eine pragmatische Vision zur Zirkularität. Der niederländische Logistikdienstleister, der inzwischen seit einhundertsechzig Jahren besteht, wandelt sich von einem linearen ‚Box-Mover‘ zu einem entscheidenden Partner in der zirkulären Kette. Robben betonte, dass Zirkularität keine Nebensächlichkeit mehr ist, sondern ein wesentlicher Bestandteil der zukünftigen Geschäftsstrategie.

Gesetzgebung als komplexer Katalysator

Die Modeindustrie sieht sich mit einer Flut von EU-Gesetzen konfrontiert. Dazu gehören Anforderungen an das Ökodesign, das Verbot der Vernichtung unverkaufter Waren und die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR). Laut Robben erlebt die Branche aufgrund der Komplexität derzeit eine gewisse Verlangsamung. Da 27 Mitgliedstaaten die Vorschriften in unterschiedlichem Tempo umsetzen, ist es für Marken eine Herausforderung, sich in diesem Umfeld zurechtzufinden. Der digitale Produktpass (DPP) wird dabei zu einem unverzichtbaren Instrument für Compliance und Transparenz.

Die 360-Grad-Reise der Konsument:innen

Moderne Konsument:innen erwarten ein hybrides Einkaufserlebnis. Robben erklärt, dass Kund:innen in Zukunft neue Artikel, Secondhand-Mode und Mietkleidung in einem einzigen Warenkorb kombinieren möchten. Eine innovative Entwicklung ist der ‚Trade-in‘-Vorgang an der Kasse. Hier können Konsument:innen direkt einen alten Artikel zurückgeben, um den Wert ihres neuen Einkaufs zu reduzieren. Marken müssen diese unterschiedlichen Warenströme zusammenführen, um ein nahtloses Kundenerlebnis zu gewährleisten.

Profitabler Einstieg mit beschädigten Retouren

Für Marken, die beim Einstieg in die Zirkularität Hürden sehen, empfiehlt Robben, mit beschädigten Retouren zu beginnen. Diesen Service nennt Bleckmann den ‚Rescue‘-Service. Im Durchschnitt werden 30 Prozent der Sendungen retourniert, wovon bis zu 10 Prozent beschädigt sind.

„Wir haben noch nie einen Business Case gesehen, bei dem dies zu einem negativen Ergebnis geführt hat“, so Robben.

Etwa 50 Prozent dieser Artikel können wieder in A-Qualität versetzt und zum vollen Verkaufspreis verkauft werden. Dies setzt direkt Kapital für weitere zirkuläre Initiativen frei.

Operative Exzellenz und Datenerfassung

Der Prozess, Kleidung ein zweites Leben zu geben, ist arbeitsintensiv. Im Zentrum in Almelo durchlaufen die Artikel Qualitätskontrollen, Reparaturen, eine Reinigung und eine Ozonbehandlung zur Entfernung von Bakterien. Da viele Produkte noch keinen DPP haben, ist eine manuelle Datenerfassung für den Wiederverkauf (Resale) erforderlich. Robben betont, dass eine eindeutige Identifizierung auf Artikelebene anstelle der SKU-Ebene die Betriebskosten in der zirkulären Phase drastisch senken kann.

Der digitale Produktpass als Instrument zur Kostensenkung

Robben sieht den DPP nicht nur als eine Verpflichtung, sondern als einen ‚Enabler‘. Der Pass kann Reparaturanleitungen und eine Stückliste (Bill of Material) enthalten. Dadurch wissen Reparateur:innen genau, welcher Reißverschluss oder Knopf benötigt wird. Zudem fungiert er als Storyteller, der die gesamte Geschichte eines Kleidungsstücks einschließlich früherer Reparaturen festhält.

Fazit

Der Wandel hin zu einem zirkulären Modell ist unumgänglich. Innerhalb von drei Jahren werden voraussichtlich 20 bis 30 Prozent der Garderoben aus Secondhand-Artikeln bestehen. Indem sie klein anfangen und beschädigte Bestände reparieren, können Modemarken sofort einen wirtschaftlichen Wert schaffen. Gleichzeitig erfüllen sie die bevorstehenden gesetzlichen Anforderungen. Die Integration von Logistik, Daten und Reparatur unter einem Dach ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.

Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.

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