Calida Group trennt sich von Cosabella und fokussiert sich auf Kernmarken

Die schweizerische Calida Group verkauft ihre US-Dessousmarke Cosabella an die New Yorker Crown Brands Group. Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines am 23. Juli 2026 abgeschlossenen Asset Purchase Agreements. Mit der Transaktion, deren Kaufpreis nicht veröffentlicht wurde, will das schweizerische Wäscheunternehmen sein Markenportfolio vereinfachen und sich künftig auf die Kernmarken Calida und Aubade fokussieren. Cosabella wurde erst im Mai 2022 für 80 Millionen US-Dollar (76,2 Millionen Euro) übernommen.

Der Verkauf folgt auf eine strategische Überprüfung der Marke. Cosabella hatte im ersten Halbjahr 2026 im Zuge einer Neupositionierung einen Umsatzrückgang von 36,6 Prozent auf 4,3 Millionen Schweizer Franken (rund 4,6 Millionen Euro) verzeichnet. Die Calida Group betont jedoch, dass die Veräußerung Teil der strategischen Fokussierung sei.

Umsatz geht zurück, Profitabilität steigt

Mit der Bekanntgabe des Verkaufs veröffentliche die Gruppe auch die Halbjahreszahlen. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte die Calida Group einen Umsatz von 93,7 Millionen Schweizer Franken (rund 101,2 Millionen Euro), was einem Rückgang von 7,9 Prozent entspricht. Der bereinigte operative Verlust (EBIT) verbesserte sich jedoch auf 0,3 Millionen Schweizer Franken (rund 0,3 Millionen Euro) nach minus 1,8 Millionen Schweizer Franken im Vorjahreszeitraum.

Die Kernmarke Calida setzte 62,7 Millionen Schweizer Franken (rund 67,7 Millionen Euro) um und verzeichnete einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von 3,7 Prozent. Gleichzeitig verbesserte die Marke ihre Bruttomarge, da bewusst auf umfangreiche Rabattaktionen verzichtet wurde, so das Unternehmen. Investitionen in modernisierte Kollektionen und eine stärkere Ausrichtung auf jüngere Kundinnen sollen das Wachstum im Direct-to-Consumer-Geschäft unterstützen.

Auch Aubade musste mit einem währungsbereinigten Umsatzminus von 5,5 Prozent auf 26,7 Millionen Schweizer Franken (rund 28,8 Millionen Euro) einen Rückgang hinnehmen. Positiv entwickelte sich jedoch das E-Commerce-Geschäft, das knapp zweistellig wuchs, insbesondere in den USA.

Für das Gesamtjahr bestätigt das Unternehmen seine Prognose einer operativen EBIT-Marge von mehr als sechs Prozent.


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