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Connecting Retail: So digitalisiert Bütema den Modehandel

EINGESENDETE MELDUNG
Von Sponsor

24. Nov. 2021

Business

Die Bütema AG gehört zu den führenden Full-Service-Anbietern für Digital Signage und mobile ERP Hardware und Software. Als Experte für Handel und Softwareentwicklung bringt das Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen alle wichtigen Schnittstellen zusammen und sorgt mit hausinternen Teams für einen kompetenten Hardware- und Software-Rundumservice. Bütema steht für die vollumfängliche, intelligente Digitalisierung des Einzel- und Großhandels. Zu den Kunden gehören international agierende Marken wie Hugo Boss, Orsay und Esprit. Auch an der Digitalisierung des neuen Retail-Konzepts von Galeria ist Bütema beteiligt.

Seit Juli 2018 ist Lutz Hollmann-Raabe Sales Director bei er Bütema AG, im April wechselte er als COO / CSO in den Vorstand des Unternehmens. Wir haben ihn gefragt, wie es derzeit um die Digitalisierung des Handels steht, welche Leuchtturmprojekte es gibt und welchen Herausforderungen er aktuell gegenübersteht.

Herr Hollmann-Raabe, mit welchen Themen beschäftigen sich Ihre Kunden gerade? Wofür werden neue Lösungen gesucht?

Ganz einfach: Wie sieht die Filiale der Zukunft aus? Auf diese Frage suchen die Modebranche und der Einzelhandel im Allgemeinen gerade eine Antwort. Konkret bedeutet das, wie viele digitale Touchpoints benötigt man, und wie verzahnt man Onlinehandel und Offlinehandel am besten, das Stichwort lautet hier Seamless Shopping. Braucht man auf der Fläche beispielsweise noch das volle Sortiment oder genügt es, Teile davon über Monitore oder Tablets im Beratungsgespräch mit dem Verkaufspersonal anzubieten? Digitale Plakate und übrigens auch die privaten Smartphones der Kunden können integriert werden, indem sie Funktionen wie die Wegeführung übernehmen oder Angebote ausspielen.

Auch Maßnahmen zur Prozessoptimierung bewegen gerade alle. Das schließt die klassischen Prozesse wie Wareneingang und -ausgang, Inventur etc. mit ein, aber auch neue Trends, wie beispielsweise neue Ship-from-Store-Optionen, also Möglichkeiten, Ware aus der Filiale statt aus dem Lager zu verschicken.

Die Pandemie hat viele Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung beschleunigt. Gilt das auch für die Digitalisierung des Einzelhandels?

Definitiv. Natürlich war mit dem Aufkommen der Pandemie 2020 die Nachfrage nach neuen digitalen Lösungen erst einmal verhalten, – schließlich wusste niemand, was auf uns zukommt. 2021 sehen wir das genaue Gegenteil: Digitalisierung ist ein Riesenthema, und es wird massiv investiert. Die Pandemie hat diesen Trend nicht hervorgerufen, sondern enorm beschleunigt.

Wie verlief das aktuelle Jahr 2021? Wo liegen derzeit die Herausforderungen?

Das gesamte Jahr ist für uns sehr positiv verlaufen – trotz der vielen Herausforderungen. Eine große Herausforderung stellt gerade die Supply Chain dar mit den aktuellen Problemen bei der Beschaffung von Halbleitern und Monitoren. Viele Projekte verzögern sich dadurch. Auch Mitarbeiter zu finden bleibt eine Herausforderung. Corona hat die Bedeutung der Digitalisierung ganz nach oben ins Bewusstsein der Unternehmen gespült, entsprechend hoch ist das Interesse am Markt für IT-Fachleute.

Auf welcher Stufe im Bereich Digitalisierung steht der Modehandel aktuell?

Der Modehandel gehört zu den Vorreitern, getrieben von den großen digitalen Playern im Markt. Modehändler wie Inditex haben sehr früh angefangen, in Digitalisierung zu investieren und auch ein Traditionshaus wie Galeria zieht gerade enorm nach mit einem komplett neu gestalteten Retail-Konzept und viel Digitalisierung – auch von Bütema.

Wo hakt es derzeit noch bei der Digitalisierung im Handel?

An der Zurverfügungstellung der nötigen Infrastruktur – sowohl in der Filiale als auch in den Städten selbst. Wir sind in Deutschland einfach noch nicht so weit, dass wir flächendeckend die erforderlichen Übertragungsraten erreichen. Hier hat Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern noch etwas Nachholbedarf. Aber auch daran kann man sich anpassen, indem man beispielsweise hohe Datenmengen nachts verarbeitet. Genauso können in den Filialen bauliche Gegebenheiten oder die bestehende alte IT-Infrastruktur für Probleme sorgen.

Bütema bietet seinen Kunden „Software & Hardware as a Service“. Welche Vorteile hat das?

Wir bieten um unsere Produkte herum ein 360-Grad-Service-Paket, vom Einkauf bis hin zu After-Sales. Software & Hardware as a Service bedeutet, dass wir sicherstellen, dass das Produkt funktioniert. Wenn die Software ausfällt, bekommen wir das sofort mit und können es sofort beheben. Sollte die Hardware ausfallen, garantieren wir, innerhalb von 48 Stunden mit einem Ersatzgerät vor Ort zu sein, um das defekte Gerät auszutauschen. Dieses Angebot gilt für ganz Europa. Nichts ist schließlich ärgerlicher, als wochenlang einen schwarzen Bildschirm zu haben.

Unser Service garantiert dem Händler also, dass er sich voll auf seine eigenen Themen fokussieren kann und sich nicht auch noch mit lästigen IT-Problemen herumschlagen muss. Bei uns bekommt er alles aus einer Hand. In der Startphase übernehmen wir sogar die Bespielung der Monitore und bieten natürlich auch Schulungen für die Mitarbeiter an.

Wie muss sich der stationäre Retail der Zukunft verändern, damit er gegen den Onlinehandel dauerhaft Bestand hat bzw. ihn sinnvoll ergänzen kann?

Offen gesprochen: Es wird kein Entweder-oder geben, nur ein Miteinander. Auch die großen Pure Player wie Zalando oder Amazon eröffnen Filialen, gleichzeitig startet Galeria als Plattform. Es wird also darum gehen, beide Welten stärker zu verzahnen. Genau das wünscht sich auch der Kunde, der will sich nicht entscheiden, sondern beides haben. Die Frage muss also lauten, wie bringe ich beides zusammen.

Wer macht das bereits sehr gut – auf welche Läden schaut die Branche gerade?

Inditex ist da wie gesagt schon sehr weit fortgeschritten, ebenso Orsay. Galeria holt gerade enorm auf. Es lohnt sich, die drei neuen Pilotfilialen von Galeria in Frankfurt am Main, Kassel und Kleve anzuschauen. Da wird das Kaufhaus neu erprobt, beispielsweise indem Ableger der Stadtverwaltung in die Häuser eingezogen sind oder eine Inhouse-Biofarm. Aber natürlich auch mit vielen digitalen Elementen und Services.

Welche Art von Läden werden wir in fünf Jahren vermutlich nicht mehr sehen?

Das ist nicht leicht zu sagen. B- und C-Lagen werden es in Zukunft sicher schwerer haben, weil die Frequenz in den Innenstädten sinkt. Auch in der Peripherie werden wir nicht mehr so viel Einzelhandel sehen. Die Metropolen behalten aber ihre Attraktivität, dort werden die großen Filialen und Vollsortimenter weiterhin Bestand haben und ihre Anziehungskraft auf das gesamte Umland ausspielen.

An welchen Innovationen arbeiten Sie gerade? Wie entwickeln Sie die Digitalisierung weiter?

Derzeit beschäftigen wir uns vor allem mit zwei Themen: der Integration einer neuen Kommunikationsplattform für Unternehmen - ähnlich wie WhatsApp. Damit können Mitarbeiter sehr effizient und produktbezogen miteinander kommunizieren. Das neue Tool haben wir Ende 2021 erstmals vorgestellt. Das zweite Thema betrifft mobiles Bezahlen. Wenn Kunden beim Verkaufspersonal direkt bezahlen können, entfallen nicht nur lästige Wartezeiten an der Kasse, der Händler kann auch Platz einsparen, weil der Kassenbereich kleiner werden kann. Mobiles Bezahlen bietet ganz unterschiedliche Möglichkeiten, von Handgeräten für das Verkaufspersonal bis hin zu Bezahloptionen im Digital Signage Umfeld, wo Kunden selbst auschecken können. Das Thema ist nicht mehr ganz neu, aber dort sehen wir noch viel Potenzial.

Sie wurden im April in den Vorstand berufen. Welche Aufgaben stehen für Sie in Ihrer neuen Rolle derzeit im Vordergrund?

Den stärksten Fokus sehe ich im Bereich von zwei Themen: zum einen im Bereich Employer Branding. Wir haben unseren Firmensitz im Speckgürtel von Stuttgart, wo viele attraktive Arbeitgeber angesiedelt sind, die mit uns um die besten Talente konkurrieren. Hier müssen wir uns in Zukunft noch stärker hervorheben, um im ‚War of Talents‘ mithalten zu können. Wir bieten aber auch schon heute viele Incentives für unsere Mitarbeiter, beispielsweise die Kinderbetreuung bis zum sechsten Lebensjahr, Homeoffice etc.

Beim zweiten Punkt geht es natürlich darum, das Unternehmen weiterhin erfolgreich zu führen und marktgerecht auszurichten.

Mehr zu unserem Projekt mit Galeria lesen Sie hier