Cotton made in Africa unterstützt erstmals mehr als eine Million Baumwollbauern

Zum ersten Mal seit ihrer Gründung im Jahr 2005 erreichte die Nachhaltigkeitsinitiative Cotton made in Africa (CmiA) im Jahr 2017 einen Rekordwert von rund 90 Millionen Textilien. Davon profitieren erstmals mehr als eine Million Baumwollbauern in Afrika, mit denen CmiA zusammenarbeitet. Die gab die Inititative in einer Pressemitteilung vom Donnerstag bekannt.

„Afrika liegt mir am Herzen – als Mensch und Unternehmer fühle ich mich unserem Nachbarkontinent sehr verbunden. Als ich 2005 die Initiative Cotton made in Africa gegründet habe, geschah dies mit dem Bewusstsein, dass unsere Zukunft auch von der Bewältigung der großen Herausforderungen in Afrika abhängt. CmiA bietet hierfür Lösungen an und gibt uns die Chance, das Leben von Millionen Menschen in Subsahara Afrika positiv zu beeinflussen“, kommentierte CmiA-Gründer Dr. Michael Otto die positive Entwicklung.

Im Jahr 2017 stieg die Zahl der Textilien, die das CmiA Label trugen, um 79 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichte damit einen neuen Höchststand. „Mit knapp 90 Millionen CmiA-gelabelten Textilien haben wir einen neuen Rekord erreicht. Nachhaltigkeit ist damit kein Nischenprodukt mehr“, betonte Tina Stridde, Geschäftsführerin der Aid by Trade Foundation.

„Jedes Textil, das das CmiA Zeichen trägt, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Denn jedes CmiA gelabelte Produkt schont die Umwelt und unterstützt Millionen Menschen in Afrika dabei sich eine Perspektive in ihrer Heimat aufzubauen“, fügte Stridde hinzu.

Für jedes Textil mit CmiA-Label bezahlen Partnerunternehmen zudem Lizenzgebühren, die zurück in die Projektgebiete fließen. Statt Spenden setzt CmiA damit auf einen marktwirtschaftlichen Ansatz. Aktuell bestellen 36 Unternehmen und Marken CmiA- Baumwolle, etwa die Otto Group, die Rewe Group, Tchibo, Aldi Süd, Jack & Jones und Asos, aber auch kleinere Fair Fashion Labels wie Hiitu oder Cooekid aus Uganda.

Die Initiative stellte auch ein paar Zahlen zusammen. So verfügt ein CmiA-Kleinbauer im Durchschnitt über eine Anbaufläche von knapp 1,5 Hektar Land. Außerdem sind über 11.000 Fabrikarbeiter in der baumwollverarbeitenden Industrie Afrikas Teil der Initiative. Rund 496.000 Tonnen entkörnter Baumwolle aus Äthiopien, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Ghana, Kamerun, Mosambik, Sambia, sowie Tansania und Uganda wurden 2017 nach den CmiA-Kriterien produziert.

Der Standard für nachhaltige Baumwolle steht für den Schutz der Umwelt, sowie Schulungen im nachhaltigen und modernen Baumwollanbau. Die Schulungen versetzen die Kleinbauern in die Lage, ihre Arbeits- und Lebensbedingungen aus eigener Kraft zu verbessern. Darüber hinaus zertifiziert CmiA die Entkörnungsanlagen und damit den ersten Schritt der Weiterverarbeitung der Baumwolle in Afrika.

Foto: Dr. Michael Otto, Otto Group