Esprit: Gläubiger stimmen für Fortführung des deutschen Geschäfts

Die Gläubiger der sechs deutschen Tochtergesellschaften des Modekonzerns Esprit haben für eine uneingeschränkte Fortführung des Geschäftsbetriebs gestimmt.

Damit sei dem Ratinger Konzern ein wichtiger Schritt zur Sanierung seines Geschäfts in Deutschland gelungen, teilte die Rechtsanwaltskanzlei White & Case Partners am Donnerstag mit. Biner Bähr, Anwalt der Kanzlei und Sachwalter bei Esprit sagte: „Insgesamt sind wir auf einem sehr guten Weg und genau im Zeitplan.“

Eine klare Vorstellung für die Zukunft

Esprit hatte Ende März ein Schutzschirmverfahren für seine deutschen Gesellschaften eingeleitet. Im Zuge des Insolvenzverfahrens der deutschen Töchter ab 1. Juli beschloss das Ratinger Unternehmen als Teil eines Restrukturierungsplans 1200 Mitarbeiter weltweit zu entlassen und die Hälfte seiner deutschen Stores zu schließen.

„Die letzten Wochen und Monate waren für alle Beteiligten herausfordernd. Wir haben aber eine klare Vorstellung, wie Esprit in Zukunft wieder profitabel arbeiten kann. Alle ziehen an einem Strang”, sagte Bähr, der die Sanierung von Esprit beaufsichtigt. Der Rechtsanwalt betreute zuvor bereits weitere Modeunternehmen wie BCBCG Maxazria und Gardeur sowie den Kaufhauskonzern Hertie während ihrer Restrukturierung.

Die Muttergesellschaft Esprit Holdings Limited hatte vor zwei Wochen noch vor einem deutlich höheren Jahresverlust für das Geschäftsjahr 2019/20 gewarnt .

Bild: Esprit

 

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