Eterna: Starkes Auslandsgeschäft sorgt für höheren Halbjahresumsatz

Der Hemden- und Blusenspezialist Eterna Mode Holding GmbH hat das erste Halbjahr 2017 mit einem kleinen Umsatzplus abgeschlossen. Aufgrund von Refinanzierungskosten und planmäßigen Abschreibungen stieg allerdings auch der Nettoverlust. Für die kommenden Monate sieht der geschäftsführende Gesellschafter Henning Gerbaulet das Unternehmen „gut gerüstet“: Er rechnet für 2017 mit einer leichten Umsatzverbesserung gegenüber dem Vorjahr.

In der ersten Jahreshälfte erwirtschaftete Eterna einen Umsatz in Höhe von 50,2 Millionen Euro. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum bedeutete das eine Steigerung um 0,8 Prozent. Während die Erlöse in Deutschland um 2,2 Prozent sanken, konnte das Unternehmen im Ausland deutlich zulegen. Dort wuchs der Umsatz um 8,9 Prozent. Positiv entwickelten sich auch die eigenkontrollierten Einzelhandelsflächen. Dort erreichte Eterna „ein niedriges einstelliges Like-for-like-Plus“.

„Das erneute Umsatzwachstum in einem herausfordernden Marktumfeld bestätigt die konsequente Umsetzung unserer ganzheitlichen Strategie. Wir haben uns im ersten Halbjahr auf den Flächen im Handel mit Hemden und Blusen deutlich besser als der Markt entwickelt“, erklärte Gerbaulet in einer Mitteilung. Auch in den kommenden Monaten soll sich die strategische Neuausrichtung auszahlen: „Erfolgreiche Maßnahmen wie zum Beispiel der Markenrelaunch und die grundlegende Modernisierung der Kollektion zeigen weiter Wirkung, so dass wir auch in der zweiten Jahreshälfte Chancen für weiteres Wachstum sehen.“

Refinanzierungskosten ließen den Nettoverlust deutlich steigen

Trotz des leichten Umsatzwachstums ging es beim Ergebnis bergab. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) schrumpfte um sieben Prozent auf 5,0 Millionen Euro. Eterna begründete das mit zusätzlichen „Aufwendungen für weiteres Wachstum“. So habe das Unternehmen zuletzt „gezielte Ausgaben in den Bereichen Vertrieb, Logistik und Marketing“ getätigt.

Unter dem Strich stand ein mehr als doppelt so hoher Verlust wie im Vorjahreszeitraum: Der Fehlbetrag stieg von 2,1 auf 5,0 Millionen Euro. Neben einer „planmäßigen, aber nicht liquiditätswirksame Abschreibung auf den Firmenwert in Höhe von 3,2 Millionen Euro“, die das Unternehmen seit 2006 regelmäßig verbucht, trugen im abgelaufenen Halbjahr auch Refinanzierungskosten in Höhe von 3,3 Millionen Euro dazu bei, dass Eterna tiefer in die roten Zahlen rutschte. Bereinigt um diese beiden Faktoren lag der Nettogewinn nach Angaben des Unternehmens bei 1,4 Millionen Euro und damit leicht über dem entsprechenden Vorjahresniveau (+1,5 Prozent).

Angesichts „positiver Auftragseingänge“ hofft Gerbaulet nun auf weitere Steigerungen: „Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir daher weiterhin ein Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich“, erklärte er. Beim Gewinn würden sich aber auch weiterhin höhere Investitionen bemerkbar machen: „Aufgrund von Ausgaben in das zukünftige Wachstum rechnen wir mit einer stabilen Ergebnisentwicklung und damit erneut mit einer Performance über dem Schnitt des Gesamtmarktes“, so Gerbaulet.

Foto: Eterna Facebook-Page
 

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