Fast Retailing will alle Zulieferer strenger überprüfen

Nachdem der japanische Bekleidungskonzern Fast Retailing sich nach einem Bericht der Hongkonger Arbeitsrechtsorganisation Sacom wegen unzumutbarer Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten seiner Zulieferer rechtfertigen musste (s. Bericht vom letzten Freitag), hat die Uniqlo-Muttergesellschaft jetzt die strenge Überprüfung all seiner Zulieferer angekündigt.

Konkret heißt dies, dass bis Ende März 2015 in einem Pilotprojekt die ersten 30 Prozent der Zulieferer von Fast Retailing überprüft werden sollen und der Rest bis Ende März 2016. Dabei sind nicht alle Überprüfungen angekündigt, sondern in allen Produktionsstätten soll die Anzahl der unangekündigten Prüfungen, Besuche und Interviews mit Arbeitern steigen.

Die Überprüfungen sollen laut Plan ständig erweitert werden und ab März zum Beispiel eine Hotline für die Fabrikarbeiter und -arbeiterinnen einschließen, die zudem zusammen mit dem Management besser geschult werden sollen. Das bestehende Management-Schulungsprogramm der Gewerkschaften soll bis Mai 2015 von ausgewählten Fabriken auf alle wichtigen Produktionsstätten ausgedehnt werden. Zudem will Fast Retailing eng mit Organisationen wie Sacom (Students and Scholars Against Corporate Misbehaviour) zusammenarbeiten.

„Die Respektierung der Menschenrechte und Sicherstellung fairer Arbeitsbedingungen sollten in der gesamten Industrie Priorität haben, nicht nur bei Fast Retailing. In diesem Sinne wird der Dialog mit anderen Unternehmen, NGOs und internationalen Organisationen immer wichtiger“, erklärte Yukihiro Nitta, CSR-Verantwortlicher bei Fast Retailing. Die soziale Unternehmensverantwortung ist ein Bereich, in dem sich die Firma bereits seit 2001 engagiert.

Ein unbeflecktes Image ist für den Bekleidungskonzern wichtig, da er ehrgeizige Ziele verfolg: Sein Vorsitzender Tadashi Yanai hatte kürzlich erst bekannt gegeben, der angestrebte Jahresumsatz bis 2020 sei von 5.000 Milliarden Yen (37 Milliarden Euro) auf 30.000 Milliarden Yen (222 Milliarden Euro) bis 2030 angehoben worden.

Foto: Fast Retailing
 

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