Frasers Group stockt Beteiligung an Burberry auf

Der britische Handelskonzern Frasers Group Plc, der weiterhin die Übernahme des Metzinger Bekleidungsanbieters Hugo Boss AG anstrebt, hat seine aggressive Investitionspolitik im Modebereich fortgesetzt.

Am Montag teilte das Unternehmen mit, dass es seine Beteiligung am britischen Modehaus Burberry Burberry Group Plc auf 7,42 Prozent der Stimmrechte aufgestockt hat. In den vergangenen Monaten hatte Frasers bereits schrittweise Aktien von Burberry erworben. Ende September hielt der Konzern 6,32 Prozent der Anteile, zu Beginn des Jahres waren es 4,16 Prozent gewesen. Die gesamte Position wird über verkaufte Put-Optionen gehalten, deren Verfallstermine sich bis Ende 2027 erstrecken.

Die erhöhte Beteiligung spiegelt die Investitionsstrategie von Frasers im gesamten Einzelhandelssektor wider. Mit dem Erwerb von Finanzinstrumenten und Aktien am freien Markt will der von CEO Michael Murray geleitete Konzern über Beteiligungen seinen Einfluss bei High-End-Modemarken sichern.

So kontrolliert der Konzern aktuell fast 48 Prozent der Anteile an Hugo Boss. Murray wurde inzwischen zum Aufsichtsratsvorsitzenden des Modeunternehmens ernannt. Dies unterstreicht die Absicht des Konzerns, die Unternehmensführung, den weltweiten Vertrieb und die Markenausrichtung mitzubestimmen.

Der kontinuierliche Anteilserwerb bei Burberry fällt mit einer umfassenderen strategischen Neuausrichtung zusammen, mit der die Unternehmensgruppe ihr Luxusgütergeschäft konsolidieren und ausbauen will. Erst kürzlich gründete Frasers mit der Frasers Group Luxury eine eigene Sparte, in der die Vermögenswerte im Premium-Bereich gebündelt werden sollen. Unter ihrem Dach befinden sich mehrere Unternehmen wie der internationale Einzelhändler Flannels, die US-amerikanische Boutiquen-Kette The Webster und der historische Kaufhausbetreiber Harvey Nichols. Letzteren hatte Frasers aus der Insolvenz übernommen.


ODER ANMELDEN MIT
Burberry
Burberry Group Plc
Frasers Group
Frasers Group Plc
Hugo Boss