Das Aschheimer Modehaus Laurèl unternimmt einen neuen Anlauf, um sich mit den Zeichnern seiner bis 2017 laufenden Unternehmensanleihe auf günstigere Konditionen zu einigen. Am Dienstag teilte Laurèl mit, dass die zweite Anleihegläubigerversammlung am 26. Oktober stattfinden soll. Eine erste Zusammenkunft am 31. August war aufgrund der zu geringen Teilnehmerzahl nicht beschlussfähig gewesen.

Nach Kritik von Anlegerseite an den ursprünglichen Änderungswünschen des Unternehmens und dem inzwischen eingeleiteten Verkauf der Markenrechte in China geht Laurèl mit neuen Vorschlägen ins zweite Treffen: Eine „Zinsaussetzung und –anpassung“ bei der laufenden Anleihe sowie eine Laufzeitverlängerung stehen nun nicht mehr auf der Agenda. Stattdessen soll der noch zu wählende gemeinsame Vertreter der Gläubiger „ermächtigt und bevollmächtigt“ werden, „über eine Stundung der am 16. November 2015 fälligen Zinszahlung für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten zu entscheiden“.

Derzeit geht das Unternehmen aber davon aus, die Zinsen pünktlich zahlen zu können, es handelt sich also vorerst um eine Absicherungsmaßnahme. „Von dieser Ermächtigung soll nur Gebrauch gemacht werden, wenn die Veräußerung der Markenrechte für China wider Erwarten nicht wie geplant durchgeführt werden kann beziehungsweise wenn die Gesellschaft nicht über die notwendige Liquidität verfügt, um die Zinsen zu bezahlen“, erklärte Laurèl. Als gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger will das Unternehmen die auf Restrukturierungen spezialisierte Unternehmensberatung One Square Advisory Services GmbH zur Wahl vorschlagen.

 

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