Der defizitäre Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) hat seinen Börsengang nur mit Mühe über die Bühne gebracht. So musste das Unternehmen weitere Abstriche beim Volumen machen und die Großaktionäre noch stärker zur Kasse bitten als zuletzt gedacht. Die Platzierung von bis zu 44 Millionen Aktien für je 4,50 Euro gelang nur mit kräftiger Unterstützung der beiden Großaktionäre, dem schwedischen Investor Kinnevik und dem deutschen Start-up-Brutkasten Rocket Internet, wie das Unternehmen am Samstag in Luxemburg mitteilte.

Von den neuen Anteilen übernehmen Kinnevik und Rocket Internet Papiere für 60 Millionen Euro beziehungsweise rund 50 Millionen Euro - das sind zusammen rund 60 Prozent der bei dem Börsengang über eine Kapitalerhöhung platzierten Aktien. Damit muss Rocket Internet noch etwas mehr Geld investieren als zuletzt erwartet, um den Börsengang der wichtigen Beteiligung zu retten. Am Mittwoch hatte das Unternehmen noch angekündigt, 40 Millionen Euro für neue Aktien des Online-Modehändlers auszugeben.

Dieser hatte zudem die Erwartungen an den Börsengang bereits Mitte der Woche die Erwartungen des Börsengangs deutlich nach unten geschraubt. So wurde der Angebotspreis stark gesenkt und die Zeichnungsfrist verlängert. Mit der jetzt platzierten Aktienzahl und einem Maximalerlös von knapp 198 Millionen Euro liegt GFG noch einmal rund 30 Millionen Euro unter dem, was sich das Unternehmen noch Mitte der Woche erhofft hatte. (DPA)

 

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