Nach einem schwierigen vergangenen Geschäftsjahr hat der schwedische Textilkonzern Hennes & Mauritz (H&M) zum Jahresauftakt seine Erlöse gesteigert. Im bis Ende Februar laufenden ersten Quartal zog der Umsatz um zehn Prozent auf gut 51 Milliarden schwedische Kronen (4,8 Mrd Euro) an, wie das Unternehmen am Freitag in Stockholm nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Analysten hatten weniger erwartet. Dabei profitierte das Unternehmen von einer schwachen schwedischen Krone - in lokalen Währungen gerechnet lag der Anstieg bei vier Prozent.

Der Modekonzern hatte Kunden während des Weihnachtsgeschäfts mit Rabatten gelockt, um seine Lagerbestände zu reduzieren. Den vollständigen Bericht über die ersten drei Monate will der Zara-Konkurrent am 29. März veröffentlichen. Anleger reagierten dennoch nervös: Die Preissenkungen weckten Sorgen, dass die Profitabilität gelitten haben könnte. Die H&M-Aktien fielen am Vormittag um rund 5 Prozent.

H&M reagierte relativ spät auf die Konkurrenz von Online-Händlern oder billigeren Anbietern wie Primark und hatte deshalb im vergangenen Jahr besonders mit hohen Lagerbeständen zu kämpfen. Konzernchef Karl-Johan Persson will das Unternehmen daher stärker auf den Onlinehandel ausrichten, die Lieferketten verbessern und somit auf den Wachstumspfad zurückkehren. (DPA)

 

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