Hallhuber friert Geschäftsbetrieb ein und stellt Mitarbeiter frei

Die insolvente Modekette Hallhuber hat sich zu seinem drastischen Schritt während des Lockdowns in Deutschland entschlossen: Der Geschäftsbetrieb wird eingefroren und die Mitarbeiter wurden freigestellt.

Hallhuber sei voraussichtlich bis Ende März im “Winterschlaf”, bestätigte das Unternehmen gegenüber FashionUnited. Das bedeutet, dass alle geschäftlichen Aktivitäten auf ein Minimum heruntergefahren werden. Nur der Webshop und zentrale Unternehmensfunktionen bleiben in Betrieb. Die Mitarbeiter von Hallhuber sind vom 1. bis 14. Februar freigestellt. Für die Phase der Freistellung wurden sie aufgerufen, Arbeitslosengeld I zu beantragen. Wie lange die Freistellung andauert, hänge davon ab, ob der Lockdown verlängert wird.

Hallhuber plant neue Gesellschaft ab April

Ab 1. April sollen alle Mitarbeiter in einer neu finanzierten Gesellschaft außerhalb des laufenden Schutzschirmverfahrens wieder angestellt werden. Hallhuber erklärte seinen Plan in einem Schreiben an die Mitarbeiter, über das die Bild-Zeitung zuvor berichtete. Auch die Läden sollen voraussichtlich wieder ab 1. April öffnen, wenn sie wieder profitabel betrieben werden können. Das alles hängt aber davon ab, ob und wie der Lockdown in Deutschland verlängert werde. Selbst bei einer Lockerung des Lockdowns im Februar oder März bleibe zweifelhaft, ob die Filialen bei möglicherweise niedrigen Frequenzen in den Innenstädten profitabel wären, heißt es in dem Brief.

Der vertikale Modehändler hat im April wegen drohender Zahlungsunfähigkeit ein Schutzschirmverfahren beantragt. Die Kette begann ihre Neuausrichtung bereits im Sommer 2019 nachdem der frühere Mutterkonzern Gerry Weber die Anteilsmehrheit an einen Fonds verkauft hatte, der vom Finanzinvestor Robus Capital Management verwaltet wird.

Foto: Hallhuber

 

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