Kirgisien: neue Tekstil Trans-Fabrik soll Textilindustrie ankurbeln

Der kirgisische Strumpf- und Wirkwarenhersteller Tekstil Trans hat offiziell am 1. Februar eine neue Textilfabrik in der nördlichen Provinz Tschüi eröffnet. Die Investition von 9,5 Millionen US-Dollar in die stoffproduzierende Fabrik wird das Wachstum der kirgisischen Nähindustrie unterstützen und die Abhängigkeit des Landes von importierten Textilprodukten verringern.

Mit 7,5 Millionen US-Dollar stammt der Großteil des für den Aufbau der Fabrik benötigten Geldes aus dem Russisch-Kirgisischen Entwicklungsfond. Der kirgisische Ministerpräsident Sooronbai Dscheenbekow sagte auf der Eröffnungsfeier, dass Kirgisiens Abhängigkeit von importierten Textilprodukten und besonders Stoffen verringert und damit auch die Produktionskosten der heimischen Nähindustrie fallen würden, so Yarns and Fibres.

Dies wird auch den Wettbewerb mit Textilprodukten aus anderen Ländern auf dem Weltmarkt begünstigen, besonders angesicht der derzeit starken Nachfrage nach kirgisischen Textilprodukten und dem Beitritt des Landes zur Eurasischen Wirtschaftsunion. Dscheenbekow betonte auch, dass die Leichtindustrie zu den bevorzugten Branchen der Wirtschaft des Landes gehöre.

Die Fabrik ist technisch auf dem neuesten Stand und verwendet hochwertige Rohmaterialien aus Usbekistan, Tadschikistan und China. Der Generaldirektor von Tekstil Trans, Almazbek Abdrayev, bestätigte, dass die neue Fabrik, die 150 Arbeitsplätze schaffen wird, bereits seit November 2016 als Pilotbetrieb läuft. Zu Beginn wird die Produktionskapazität bei 9-10 Tonnen fertiger Ware pro Tag oder 225 Tonen pro Monat liegen, was auf 30 Tonnen pro Tag gesteigert werden soll.

Das zentralasiatische Land hat eine lange Handelstradition, ist es doch direkt an der Seidenstraße gelegen, dem alten Handelsweg zwischen China und dem Mittelmeer. Nach Gold und Gemüse und Früchten ist Bekleidung das wichtigste Exportgut, besonders Wollsachen und Oberbekleidung für Männer und Frauen. Deutschland, Russland, China, Kasachstan und Usbekistan sind die wichtigsten Handelspartner für Kirgisien.

Foto: via 1794.kg.all.biz/en/
 

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