Konsumflaute in Großbritannien: Debenhams muss Gewinnwarnung abgeben

Die Situation der britischen Einzelhändler ist schon seit Langem düster – und wird sich in absehbarer Zeit auch nicht aufhellen. Nachdem zuletzt Unternehmen wie Marks & Spencer und House of Fraser drastische Sanierungsmaßnahmen verkünden mussten, meldete auch der Warenhauskonzern Debenhams Plc. am Dienstag erneut enttäuschende Zahlen.

In den vergangenen Wochen waren die Umsätze des Unternehmens demnach hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das Management sah sich daher gezwungen, die Gewinnprognose für das gesamte Geschäftsjahr erneut nach unten zu korrigieren. Es seien „außerordentlich schwierige Zeiten für den Einzelhandel in Großbritannien“, räumte CEO Sergio Bucher ein. Eine Verbesserung der Bedingungen könne das Unternehmen „in naher Zukunft“ nicht erkennen.

Nach einem schwachen Weihnachtsgeschäft seien die Umsätze auch im Mai und Anfang Juni „hinter dem Plan zurückgeblieben“, erklärte Debenhams in einem Zwischnbericht. So verfehlten die Umsätze in den 15 Wochen vor dem 16. Juni auf vergleichbarer Fläche das Vorjahresniveau um 1,7 Prozent. Zulegen konnte Debenhams immerhin im Online-Geschäft (+16,0 Prozent), dessen Ausbau neben allgemeinen Kostensenkungen und Sortimentsverbesserungen im Fokus der Konzernstrategen steht.

Weil die allgemeine Nachfrageschwäche nicht nur die Umsätze sinken lässt, sondern die britischen Einzelhändler auch zu hohen Preisnachlässen zwingt, musste Debenhams zum dritten Mal im laufenden Geschäftsjahr eine Gewinnwarnung abgeben. Die Unternehmensleitung rechnet nun nur für 2017/18 nur noch mit einem Ergebnis vor Steuern im Bereich von 35 bis 40 Millionen Britischen Pfund. Das liegt deutlich unter den Erwartungen der Marktbeobachter, die im Schnitt rund 50,3 Millionen Britische Pfund prognostiziert hatten.

Foto: Debenhams
 

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