Lenzing Gruppe verpflichtet sich zur Produktion ohne CO2-Emissionen

Im Rahmen ihrer Klimastrategie hat sich die Lenzing Gruppe das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 netto kein CO2 mehr auszustossen und wäre damit weltweit das erste Unternehmen, dem dies gelingt. Bereits in den kommenden Jahren will der österreichische Faserproduzent seine CO2-Emissionen in den kommenden Jahren substantiell reduzieren und mehr als 100 Millionen Euro in Einsparungen von Energie und die Umstellung auf erneuerbare Energien und neue Technologien investieren, insbesondere das Wachstum mit Spezialfasern, vor allem durch die besonders umweltfreundlichen Fasern der Marke Tencel. Dies gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom Freitag bekannt.

„Der Klimawandel ist die größte Herausforderung, vor der die Menschheit derzeit steht. Mit unserer strategischen Festlegung, bis 2050 klimaneutral zu sein, helfen wir die Geschwindigkeit der Erderwärmung einzubremsen und die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Mit unseren Dekarbonisierungszielen sind wir Vorreiter in der gesamten produzierenden Industrie und speziell in der Faserbranche. Unsere substantiellen Investitionen sehen wir nicht nur als einen sehr verantwortungsvollen Schritt, sondern auch als einen, der den Wert unseres Unternehmens weiter steigern wird“, erklärte Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe, in der Mitteilung. „Wir können als Vorreiter in unserer Industrie nur dann glaubwürdig Verantwortung für unsere Kinder und Enkelkinder übernehmen, wenn wir jetzt handeln.“

Als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität hat sich das Unternehmen das Jahr 2030 gesetzt: Bis dahin sollen die Emissionen pro Tonne produziertem Zellstoff und Fasern im Vergleich zu 2017 um 50 Prozent gesenkt werden. Damit will die Lenzing Gruppe durch weltweite Aktionen die Emission von 1,3 Millionen Tonnen CO2 vermeiden - eine Menge, die laut dem Unternehmen dem CO2-Fußabdruck von über 200.000 Österreichern entspricht.

„Um diese Strategie zu untermauern, wird sich Lenzing der Science Based Targets-Initiative verpflichten, der anerkanntesten Organisation auf dem Gebiet der klimarelevanten Zielsetzung. Dieser Schritt ist ein bedeutender Beitrag zur Ökologisierung der Modebranche und wird unseren Partnern helfen, Konsumenten Textilien mit einem ökologisch verantwortungsvollen Fußabdruck anzubieten“, erläuterte Robert van de Kerkhof, Marketing- und Vertriebsvorstand der Lenzing Gruppe, in der Mitteilung. Die Maßnahmen von Unternehmen, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, werden dann als „science based“ bezeichnet, wenn sie den Zielen des Pariser Klimaabkommens entsprechen.

Foto: Lenzing AG

 

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