Mango stellt neues Logistikzentrum in Barcelona vor

Der spanische Modekonzern Mango hat am Mittwoch sein neues Logistikzentrum in Lliçà d’Amunt, gut 30 Kilometer von Barcelona entfernt, vorgestellt. Das Unternehmen hat 230 Millionen Euro in die 190.000 Quadratmeter große Anlage investiert, die Kundenbedürfnisse schneller und effizienter umsetzen soll, das heißt, die Distribution zu den mehr als 2.100 Filialen, die Mango in über 110 Ländern betreibt, zu zentralisieren und die Operationen im Onlineshop zu unterstützen. Dies gab Mango in einer Mitteilung vom Donnerstagnachmittag bekannt.

Das neue Logistikzentrum kann bis zu 75.000 Kleidungsstücke pro Stunde bearbeiten und verdreifacht damit Mangos bisherige Kapazität; 600 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Es ist eines der größten Logistikzentren Europas und ist mit modernster Technologie ausgestattet: Rund 400 automatisierte Systeme ermöglichen die Automatisierung des gesamten Prozesses von der Annahme bis hin zur Kommissionierung. Damit ergänzt es das E-Commerce-Lager am Hauptsitz Palau-solita i Plegamans in Barcelona, das das gesamte Onlinegeschäft bedient (Ausnahmen sind Länder mit Satellitenlagern von Mango wie Deutschland, Russland, China und Mexiko).

Mango stellt neues Logistikzentrum in Barcelona vor

Neues Logistikzentrum von Mango setzt auf Automatisierung

„Lliçà ist für uns eine wichtige Weichenstellung, das Wachstum des Unternehmens in den kommenden Jahren zu absorbieren und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass wir viel schneller auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren können. Wir sind stolz darauf, eines der größten und modernsten Zentren Europas zu besitzen“, kommentierte Mangos Generaldirektor Toni Ruiz.

In der neuen Anlage, die im Durchschnitt 600.000 Kleidungsstücke pro Tag bedient, kann auch Falt- und Hängeware wie Mäntel, Jacken und Kleider abgefertigt werden. Ein spezielles Lager ist 25 Meter hoch und besitzt eine Kapazität von bis zu 7 Millionen Kleidungsstücken. Im Anschluss werden die Kleidungsstücke an die „Dynamische Lunge“ geschickt, ein „leistungsstarkes Verteilungssystem, in dem der Bestand anhand eines logischen Chaos geordnet und in Gängen verteilt wird, um die Entnahmezeit zu minimieren“, erklärt das Unternehmen.

Der Bereich für Faltware besteht aus vier vollautomatischen Lagern auf zwei Etagen, die 35 Meter hoch sind. Hier können mehr als 20 Millionen Kleidungsstücke in 800.000 Kisten aufbewahrt werden. Von hier werden sie zum „Stingray“ geschickt, einem dynamischen Lager mit einer Kapazität von 2 Millionen Einheiten. Seine Funktion ist dieselbe wie die der „Dynamische Lunge“: die Versorgung der Sortiermaschinen, um die Aufträge für die Läden zu kommissionieren. Derzeit werden pro Jahr mehr als 130 Millionen Kleidungsstücke an Mango-Filialen geliefert.

Zentrum soll für den E-Commerce-Bereich erweitert werden

Mango plant, das Zentrum bis 2023 um weitere 90.000 Quadratmeter zu erweitern - eine geplante Investition von 35 Millionen Euro - „um dem Wachstum der E-Commerce-Logistik Rechnung zu tragen und den Versandbereich auszubauen“, so das Unternehmen in der Mitteilung. Letzterer soll so mehr Kapazität und Agilität erhalten, während die E-Commerce-Logistik Aufträge dann direkt an Endkunden schicken kann. 2018 erreichte der Umsatz über diesen Kanal bereits 20 Prozent des Gesamtumsatzes; 2019 sollen es 30 Prozent werden.

Beim Bau des Logistikzentrums hat Mango auch seine Auswirkungen bedacht und versucht, diese zu minimieren. So setzt es zum Beispiel durch natürliche Beleuchtung und die Tatsache, dass ein Teil der Maschinen beim Bremsen über ein kinetisches Energierückgewinnungssystem verfügt, auf einen minimalen Stromverbrauch. Darüber hinaus werden laut Mango pro Jahr mehr als 3.000 Tonnen Papier, Karton, Kunststoff und andere recycelbare Materialien wiederverwertet.

Fotos: Mango

 

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