Maroc in Mode - Maroc Sourcing: Mehr Relevanz für den deutschen Markt

Die marokkanische Textilbranche will künftig stärker mit der Messe Frankfurt zusammenarbeiten und ihre Bedeutung für deutsche und nordeuropäische Modeunternehmen stärken. Das besagt ein so genanntes „Memorandum of Understanding“, das im Rahmen der Modemesse Maroc in Mode - Maroc Sourcing (26. bis 27. Oktober) in Marrakesch von der Messe Frankfurt und dem marokkanischen Textil- und Bekleidungsverband (AMITH) unterzeichnet wurde.

Maroc in Mode - Maroc Sourcing: Mehr Relevanz für den deutschen Markt

Messe Frankfurt betont Afrikas Bedeutung

Wie die Zusammenarbeit genau aussehen wird, soll in den kommenden Monaten geklärt werden. Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt: „Die Bedeutung Afrikas als Produktionsstandort der Textil- und Bekleidungsindustrie nimmt stetig zu. Mit dem Memorandum wollen wir unseren Willen signalisieren, die positive Entwicklung von Marokkos Textilindustrie weiter zu unterstützen.“

Mit 205 internationalen Messeveranstaltungen – davon allein 50 Textilmessen – gehört die Messe Frankfurt zu den größte Messeveranstaltern weltweit. Erst vor wenigen Monaten hat sie mit der Übernahme der südafrikanischen Fachmessen Source Africa und ATF Expo in Kapstadt ihr Engagement auf dem afrikanischen Kontinent bekräftigt.

Maroc in Mode - Maroc Sourcing: Mehr Relevanz für den deutschen Markt

Mehr Messebesucher, größeres Portfolio

Dass Marokko als Partnerland für die europäische Modeindustrie von wachsender Bedeutung ist, dafür sprechen auch die steigenden Zahlen der Modemesse Maroc in Mode - Maroc Sourcing, die vergangene Woche zu Ende ging. 1.779 Besucher aus 22 Ländern zählte die Veranstaltung, das waren 19 Prozent mehr als bei der letzten Veranstaltung im Oktober 2016. Die Mehrheit der Besucher stammte aus Marokko selbst, 759 aus dem Ausland, darunter Einkäufer von Unternehmen wie Mustang, Zalando, Tom Tailor, C&A, S.Oliver, Marc O’Polo, Inditex, Coin, La Redoute, Monoprix, Desigual, Kering etc.

Die 128 Aussteller aus Marokko, Portugal, Spanien, Türkei, Ägypten, Belgien, Deutschland, Frankreich und Indien präsentierten ein breites Spektrum: Von Konfektionsbetrieben über Stricker, Denimproduzenten und Maschinenanbieter bis hin zu ausgesprochenen Fast Fashion Spezialisten reichte die Bandbreite. Neu hinzu kamen Gerbereien. Die Kategorie Fast Fashion stellte mit 61 Unternehmen den Löwenanteil der Aussteller, gefolgt von Denim, Strick, Services, Tailoring und Leder.

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Masterplan für weiteres Wachstum

Im Bereich Fast Fashion will sich die Messe - und mit ihr die marokkanische Bekleidungsindustrie - auch in den nächsten Jahren weiter profilieren, erklärte Karim Tazi, Vorstand des marokkanischen Textil- und Bekleidungsverbands (AMITH). Die geografische Nähe zum europäischen Markt, die langjährige Zusammenarbeit mit Fast Fashion Spezialisten, die gut entwickelte Infrastruktur und die stabile politische Situation seien wichtige Vorteile für den Produktionsstandort Marokko.

2016 konnte das Land seine Export-Quote in die EU um neun Prozent auf einen Marktanteil von 3,1 Prozent steigern und steht damit auf Platz sieben weltweit, direkt hinter Vietnam und Kambodscha. 180.000 Menschen arbeiten in Marokko in der Bekleidungsindustrie, das sind mehr als ein Viertel der in der Industrie beschäftigten Bevölkerung. Bis 2020 will man weitere 100.000 neue Arbeitsplätze in dem Sektor schaffen. In dem Zuge soll auch die Messe weiter wachsen, die in diesem Jahr zum 15. Mal veranstaltet wurde. Ab 2019 soll die Maroc in Mode - Maroc Sourcing saisonal, also zweimal im Jahr stattfinden.

Fotos: Maroc in Mode - Maroc Sourcing / FashionUnited

 

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