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Nach Insolvenz: Wormland muss schließen

Die insolvente Theo Wormland GmbH hat trotz mehrerer Investor:inn-Angebote keine Zukunft, da es zu keiner Einigung zwischen Vermietenden und Interessent:innen gekommen ist.

Standortschließungen und Entlassungen

Nachdem das Amtsgericht Osnabrück im November ein vorläufiges Verfahren eingeleitet hat, wurde zum 28. Januar das Insolvenzverfahren des Bekleidungshändlers eröffnet, teilte Wormland am Mittwoch mit. Da das Unternehmen keine Investor:innen-Lösung erreicht hat, wird es nun abgewickelt.

Dies hat zur Folge, dass die bestehenden acht Filialen nicht mehr geöffnet und die rund 250 Mitarbeitenden gekündigt werden. Vorübergehend geöffnet bleiben die Standorte Hannover und Oberhausen, über die Warenbestände abverkauft werden sollen.

Keine Einigung mit Vermietenden

Zwar habe es während des Investor:innenprozesses mehrere Angebote gegeben, die allerdings nicht annahmefähig waren. Der Hauptgrund sei eine fehlende Übereinkunft zwischen den potenziellen Investor:innen und den Vermietenden der Standorte.

Aus diesem Grund seien die Angebote an Bedingungen geknüpft gewesen, die “bei Fortführung des Unternehmens automatisch zu einer hohen Verlustsituation bei Wormland geführt hätten“, heißt es in der Mitteilung. Das Risiko hätte bei den Gläubiger:innen des Unternehmens gelegen, weswegen der vorläufige Gläubiger:innenausschuss die Schließung von Wormland beschlossen hat.

Einer der Gründe für die erneute Insolvenz des Einzelhändlers sei die Kaufzurückhaltung, unter der der Menswear-Handel leide, hieß es in einer Mitteilung im November. Auch der aktuelle Eigentümer Lengermann & Trieschmann (L&T), der Wormland erst Mitte 2024 aus dem vorangegangenen Verfahren gerettet hatte, räumte strategische Fehleinschätzungen ein.

„Rückblickend haben wir als Familienunternehmer in dritter Generation Fehler gemacht. Unsere Stärke ist eine jahrzehntelange Einzelhandelskompetenz, wir haben aber als Investor keine Erfahrung bei Firmenübernahmen“, so Mark Rauschen, der geschäftsführende Gesellschafter von L&T im November. „Aus einer optimistischen Grundhaltung heraus haben wir zu viel von dem bewahrt, was wir 2024 bei Wormland vorgefunden haben. Wir sind in die Planung der damaligen Geschäftsführer eingestiegen und haben zu spät erkannt, dass wir viele deutlichere und tiefere Einschnitte hätten vornehmen müssen.“

Dieser Beitrag wurde am 28. Januar um 14.39 Uhr mit weiteren Hintergrundinformationen zum Verfahren aktualisiert.


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