Die AMD Akademie Mode und Design, Fachbereich Design der Hochschule Fresenius, hat sich Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit und Mode gemacht und untersucht, ob dieser Anspruch ein Widerspruch in sich ist oder bestenfalls eine Utopie. In acht öffentlichen Vorträgen, die am 9. Oktober 2019 starten und am 11. Dezember 2019 enden, werden ausgewählte Spezialisten der Modebranche das Thema „Utopie oder Realität? Kriterien verantwortungsvoller Mode“ entlang der gesamten textilen Kette, von der Faser bis zum Verkauf von Mode diskutieren.

„Modische und zugleich öko-faire Kleidung ist heute möglich. Und sie wird immer wichtiger werden. Denn die Zukunft der nächsten Generationen steht auf dem Spiel. Die Mode gehört zu den weltweit größten Umweltverschmutzern des Wassers, der Erde und der Luft. Aber schon heute kann die Mode zum Klimawandel, dem Einsparen von Ressourcen und zu mehr Fairness in der Arbeit beitragen. Was sind die Kriterien öko-fairer Mode und wie kann man verantwortungsvoll Mode kaufen? Das fragen sich immer mehr Konsumenten. Die AMD Akademie Mode & Design will mit einer öffentlichen Vortragsserie Antworten auf diese Fragen geben“, so die AMD in einer Pressemitteilung vom Mittwoch.

Den Auftakt macht am 9. Oktober Heike Hess, Geschäftsführerin von IVN Naturtextil mit ihrem Vortrag „Von Anfang an gut: Mode aus ökologischen Naturmaterialien“. In der darauffolgenden Woche, am 16. Oktober, wird Sylvia Happel, Senior Managerin im Bereich Business Development Apparel der Lenzing AG in ihrem Vortrag „Nicht alle Chemie ist giftig: Nachhaltige Textilien aus Chemiefasern“ dem häufigen Missverständnis begegnen, dass Chemiefasern grundsätzlich nicht ökologisch seien. Sie wird erläutern, wie die Firma Lenzing umweltfreundliche Lyocell-Fasern aus nachwachsenden Rohstoffen in einem geschlossenen technischen und umweltfreundlichen Verfahren herstellt.

Heiko Wunder, Geschäftsführer vom Wunderwerk, wird dann am 23. Oktober den Faden aufnehmen und das Thema „Umweltfreundliche Jeans: Eine Herausforderung für die Textilveredlung“ behandeln. Gefolgt wird sein Vortrag am 30. Oktober von Daniela Wawrzyniak, Geschäftsführerin Shipsheip, die über „Fast oder Fair Fashion - die Folgen in der Modeproduktion“ spricht.

Im November geht es dann mit zwei Vorträgen weiter: Am 6. November diskutiert Elke Vohrmann, CSR-Consulting Düsseldorf, „Vertrauenswürdige Siegel nachhaltiger Mode“ beziehungsweise am 13. November spricht Thomas Hill von Urban Lifestyle Consulting über „Nachhaltige Mode durch Digitalisierung“.

Im Dezember schließt die Vortragsreihe mit zwei Diskussionsrunden: Am 4. Dezember geht es um eine Frage, die sich heute viele Modeunternehmen stellen: „Mode und Nachhaltigkeit – ist das ökonomisch möglich?“. Sie wird von unterschiedlichen Standpunkten diskutiert, wenn Lavinia Muth, CSR Managerin des nachhaltigen Kölner Label Armedangels, und Ansgar Lohmann, Bereichsleiter CSR von KiK Textilien und Non-Food GmbH, zusammentreffen.

Dass Nachhaltigkeit inzwischen auch ein wichtiges politisches Thema geworden ist, wird Dr. Jürgen Janssen, Leiter des Bündnissekretariats Textiles Bündnis, im letzten Vortrag der Reihe „Raus aus der Nische: Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit in der Breite umsetzen“ am 11. Dezember beweisen. Er wird die Entwicklung des Textilen Bündnisses erklären, das Bundesentwicklungsminister Gerd Müller 2014 als Reaktion auf den Zusammenbruch von Rana Plaza in Bangladesch ins Leben rief, um die deutsche Textil- und Modebranche in die Verantwortung zu nehmen.

Die Teilnahme an der Vortragsreihe, die von Engagement Global GmbH, Service für Entwicklungsinitiativen und mit öffentlichen Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird, ist kostenlos. Alle Vorträge finden jeweils mittwochs in der AMD Akademie Mode & Design Düsseldorf in der Karl-Friedrich-Klees-Str. 10 / Platz der Ideen in Raum E1 statt.

 

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