Neuer Rekord für Skechers: Mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz im ersten Quartal

Der US-amerikanische Schuhhersteller Skechers Inc. hat einen starken Start ins Geschäftsjahr 2017 hingelegt. In den ersten drei Monaten des Jahres schaffte es das in Kalifornien beheimatete Unternehmen erstmals, den Quartalsumsatz über die Milliarden-Dollar-Schwelle zu hieven. Für Euphorie sorgten die Zahlen trotzdem nicht: Beim Ergebnis wurde das Vorjahresniveau aufgrund deutlich höherer Investitionen in die internationale Expansion nicht erreicht. Auch die Prognosen für das zweite Quartal fielen recht zurückhaltend aus.

Seinen Umsatz konnte Skechers im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9,6 Prozent verbessern. Mit 1,07 Milliarden US-Dollar (987,2 Millionen Euro) war es das erste Vierteljahr in der Unternehmensgeschichte, in dem die Erlöse zehnstellig ausfielen. Besonders erfolgreich war der Schuhhersteller im internationalen Großhandel (+16,8 Prozent) und im eigenen Einzelhandel (+12,8 Prozent). Die Retail-Erlöse stiegen nicht nur aufgrund der Eröffnung von 59 neuen Stores im In- und Ausland, sondern auch durch eine Verbesserung auf vergleichbarer Fläche (+2,9 Prozent). Das Großhandelsgeschäft in den USA entwickelte sich hingegen weniger erfolgreich: Der Umsatz stagnierte dort auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Skechers investiert weiter in die Auslandsexpansion

Obwohl der Umsatz auf einen neuen Rekordwert gesteigert wurde, gab das Ergebnis nach. Zwar blieb die Bruttomarge stabil, die Betriebskosten fielen aber aufgrund der Flächenexpansion und gesteigerter Investitionen in das Auslandsgeschäft deutlich höher aus als im Vorjahresquartal. Um die Abhängigkeit vom schwächelnden Heimatmarkt zu verringern, hatte das Unternehmen im Laufe des Quartals kostspielige Strukturveränderungen in wichtigen internationalen Märkten vorgenommen und lokale Joint Ventures und Tochterfirmen finanziell gestärkt. Die Ausgaben für diese Maßnahmen bezifferte Skechers auf 18,3 Millionen US-Dollar.

„Der Umsatzanteil des internationalen Geschäfts einschließlich des eigenen Einzelhandels ist aufgrund der Stärke der Marke in zahlreichen Märkten im ersten Quartal auf 51,3 Prozent gestiegen“, erklärte David Weinberg, der CFO und COO des Unternehmens. „Auch wenn wir Möglichkeiten sehen, unser Geschäft in den USA auszubauen, glauben wir, dass die internationalen Märkte uns weiterhin die besten Wachstumschancen bieten.“ Um diese Potenziale zu heben, werde Skechers auch weiterhin in die Infrastruktur und das Marketing im Ausland investieren, so Weinberg.

Der Quartalsüberschuss sinkt um knapp vier Prozent

Die jüngsten Investitionen trugen dazu bei, dass der operative Gewinn im ersten Quartal um 10,2 Prozent auf 124,4 Millionen US-Dollar zurückging. Der Konzernüberschuss nach Minderheitenanteilen sank aufgrund niedrigerer Steuerbelastungen lediglich um 3,7 Prozent auf 94,0 Millionen US-Dollar (86,5 Millionen Euro), der verwässerte Gewinn pro Aktie schrumpfte von 0,63 auf 0,61 US-Dollar.

Im zweiten Vierteljahr wird die Milliarden-Dollar-Marke nicht in Reichweite sein: Das Unternehmen prognostizierte einen Umsatz in Höhe von 950 bis 975 Millionen US-Dollar, was aber immerhin einen Rekord für ein zweites Quartal bedeuten würde. Beim verwässerten Gewinn pro Aktie liegt der Zielkorridor zwischen 0,42 und 0,47 US-Dollar. Im Vorjahresquartal hatte der Umsatz bei 942,4 Millionen US-Dollar gelegen, der verwässerte Gewinn pro Aktie bei 0,42 US-Dollar. Trotz der in Aussicht gestellten Zuwächse zeigten sich Analysten wenig begeistert von diesen Prognosen.

Skechers, 1. Quartal 2017
Bruttoumsatz 1,07 Milliarden $
Nettogewinn 94,0 Millionen $

Foto: Skechers
 

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