Next: Kurssprung trotz magerer Halbjahreszahlen

Der britische Bekleidungshändler Next Plc. hatte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 unter der Konsumflaute in Großbritannien zu leiden. Umsatz und Gewinn verfehlten daher das Vorjahresniveau. Trotzdem stieg der Aktienkurs nach der Veröffentlichung der aktuellen Zahlen am Donnerstag um mehr als zwölf Prozent, weil das Management die Jahresprognosen angehoben hatte.

In den Monaten Februar bis Juli belief sich der Umsatz von Next auf 1,89 Milliarden Britische Pfund (2,12 Milliarden Euro). Damit schrumpfte er gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent. Schwach entwickelten sich die Geschäfte in den stationären Filialen: In der Sparte Next Retail sanken die Erlöse um 8,3 Prozent auf 993,2 Millionen Britische Pfund. Ein Wachstum um 5,7 Prozent auf 868,4 Millionen Britische Pfund im Segment Next Directory, in dem das Versandgeschäft geführt wird, reichte nicht aus, um den Umsatzrückgang in den Läden zu kompensieren. Ausgesprochen stark entwickelte sich vor allem das Online-Geschäft im Ausland: Dort stiegen die Erlöse um 31 Prozent (währungsbereinigt +13 Prozent).

Die hohen Fixkosten der schwächelnden Stores belasteten das Ergebnis. So sank der operative Gewinn um 9,8 Prozent auf 325,2 Millionen Britische Pfund. Der Halbjahresüberschuss schrumpfte um 7,8 Prozent auf 252,2 Millionen Britische Pfund (283,6 Millionen Euro).

Trotz der insgesamt mageren Resultate in den ersten sechs Monaten sah die Konzernführung auch „ermutigende“ Tendenzen. Daher wurden die ursprünglich sehr vorsichtig formulierten Prognosen angehoben: Nun rechnet das Unternehmen mit einer Umsatzentwicklung bei nicht preisreduzierten Waren zwischen -2,0 und +1,5 Prozent. Zuvor hatte der Zielkorridor bei -3,0 bis +0,5 Prozent gelegen. Beim Gewinn vor Steuern erwartet Next jetzt 687 bis 747 Millionen Britische Pfund statt 680 bis 740 Millionen Britische Pfund. Auch die aktualisierte Prognose geht noch von einem deutlichen Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr aus (-5,5 bis -13,5 Prozent), trotzdem honorierten die Anleger die optimistischeren Ziele.

Foto: Next
 

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