Norddeutscher Groß- und Außenhandel sieht Besserung zum Jahresende

Die norddeutschen Unternehmen des Groß- und Außenhandels stecken in einer tiefen Rezession. Der Umsatz fiel im zweiten Quartal um nominal 5,0 Prozent, nach einem nominalen Umsatzminus von 1,1 Prozent im Vorquartal, wie der AGA Unternehmensverband als Ergebnis einer Umfrage unter seinen Mitgliedern am Montag in Hamburg mitteilte. Doch gebe es erste Hinweise auf eine Besserung bis zum Jahresende.

Die norddeutschen Händler und Dienstleister blickten immer noch sehr zurückhaltend in die Zukunft, seien aber etwas optimistischer als im Quartal zuvor. Der AGA-Indikator konnte sich gegenüber dem ersten Quartal 2020 etwas erholen und stieg von 67,5 auf jetzt 73,6 Punkte. Zuvor war der Indikator von 103,9 um mehr als 36 Punkte auf einen historischen Tiefstand abgestürzt.

"Insgesamt ist die Lage weiterhin schlecht und die konkrete Betroffenheit ist von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich", sagte AGA-Präsident Hans Fabian Kruse. "Die Ergebnisse der Befragung bestätigen, dass die Rettungsmaßnahmen und Konjunkturhilfen Wirkung zeigen und es langsam wieder aufwärts geht." Bis zum Jahresende erwarten 48 Prozent der Unternehmen einen Umsatzrückgang, nur 19 Prozent rechnen mit steigenden Umsätzen. 49 Prozent prognostizieren sinkende Gewinne.

Doch die Pandemie bremst die Investitionen. 41 Prozent der Betriebe investieren weniger als vorgesehen, nur fünf Prozent mehr. Bei 54 Prozent habe die Krise derzeit keine Auswirkungen auf die Investitionen. (dpa)

Foto: Norbert Schmitz / pixelio.de

 

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