Politische Verunsicherung lässt Konsumklima leicht sinken

Die zunehmend unsichere geopolitische Lage scheint nun auch die Stimmung der Verbraucher zu beeinflussen. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mitteilt, sank die Konjunkturerwartung im April beträchtlich, und auch die Einkommenserwartung musste Einbußen hinnehmen – wenn auch nur in geringem Umfang. Dagegen behauptete sich die Anschaffungsneigung „auf sehr hohem Niveau“. Für den Mai rechnet die GfK aufgrund dieser Vorzeichen mit einem Rückgang des Konsumklimas.

Mit dem sinkenden Optimismus stünden die Konsumenten jedoch nicht alleine, so die Forscher. Auch die Unternehmen und die Finanzanalysten zeigten sich beunruhigt, wie die Entwicklung des ifo-Geschäftsklimas bzw. der ZEW-Konjunkturerwartungen belegten. Dabei seien die Rahmenbedingungen im Inland nach wie vor überaus günstig: Die Beschäftigung verzeichne Monat für Monat neue Rekordstände und die Arbeitslosigkeit sinke. Folglich haben die Experten ihre Wachstumsprognosen für dieses Jahr zuletzt sogar noch angehoben und gehen in der Mehrzahl davon aus, dass das letztjährige Wachstum von 2,2 Prozent in 2018 sogar noch übertroffen werden kann.

So oder so: Die Konsumlaune der Deutschen ist wohl weiterhin überaus hoch. Die Konsumenten seien nach wie vor bereit, ihre Geldbeutel für Konsumausgaben zu öffnen. „Zum einen herrscht aufgrund der exzellenten Beschäftigungslage nur geringe Angst, den Job zu verlieren. Dies sorgt für Planungssicherheit, was in erster Linie größeren Ausgaben zugutekommen dürfte. Da außerdem die Niedrigzinsphase im Euroraum noch anhalten wird, ist das Sparen keine attraktive Alternative. Eine moderate Preisentwicklung wird die Konsumlaune zudem stützen“, so die GfK.

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