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Prada: Aufwärtstrend nach Umsatzrutsch

Das Geschäftsjahr 2016/17 lief für den italienischen Luxusmodekonzern Prada SpA ausgesprochen schlecht. In allen wichtigen Märkten gingen die Umsätze zurück – und das teilweise massiv. Zuletzt entdeckte die Unternehmensführung aber Anzeichen für eine positive Trendwende.

Am Montag veröffentlichte das Modehaus vorläufige Umsatzzahlen für das Ende Januar abgeschlossene Geschäftsjahr. Demnach sanken die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf rund 3,18 Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkursveränderungen schrumpften sie um neun Prozent.

Besonders schlecht entwickelte sich der eigene Einzelhandel: In den 620 Boutiquen des Unternehmens ging der Umsatz um 14 Prozent (währungsbereinigt -13 Prozent) auf gut 2,63 Milliarden Euro zurück. Das Unternehmen verwies allerdings auf einen Aufwärtstrend in der zweiten Jahreshälfte, insbesondere in den Monaten Dezember und Januar.

Im Großhandelsgeschäft konnte Prada dank neuer Partnerschaften mit wichtigen Online-Händlern seine Erlöse um 13 Prozent (währungsbereinigt +14 Prozent) auf 504 Millionen Euro steigern. Die Lizenzeinnahmen stiegen dank der Zuwächse bei Brillen und Düften um drei Prozent auf 45 Millionen Euro.

CEO Patrizio Bertelli setzt auf innovative digitale Projekte und Omnichannel-Strategien

In allen Märkten schrumpften die Umsätze auf währungsbereinigter Basis. In Europa hielt sich der Schwund noch in Grenzen (-5 Prozent), in den übrigen Regionen ging es steiler bergab. So gingen die Erlöse im wichtigen asiatisch-pazifischen Raum währungsbereinigt um zwölf Prozent zurück. Auch hier machte die Konzernführung zuletzt aber Verbesserungen aus: In China seien die Erlöse in der zweiten Jahreshälfte deutlich gestiegen, in den seit langem kriselnden Märkten Hongkong und Macao sei der Abwärtstrend gebremst worden. Auch im Mittleren Osten (-10 Prozent), Amerika (-12 Prozent) und Japan (-13 Prozent) verfehlten die Umsätze bereinigt um Wechselkursveränderungen das Vorjahresniveau deutlich.

Neben ersten Verbesserungen in einigen Märkten und Vertriebskanälen gaben CEO Patrizio Bertelli auch strategische Veränderungen Anlass zur Hoffnung. So verwies er auf die vergangenen Jahr eingeleiteten Rationalisierungsmaßnahmen, die Überarbeitung der digitalen Strategie und Strukturveränderungen im Retail-Management, die eine „innovative Verbindung der traditionellen Vertriebskanäle mit dem Online-Geschäft“ zum Ziel haben.

Foto: Prada