PVH: Calvin Klein und Tommy Hilfiger lassen Jahresumsatz steigen

Dank solider Zuwächse bei den Hauptmarken Calvin Klein und Tommy Hilfiger hat der US-amerikanische Bekleidungskonzern PVH Corp. seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht verbessern können. Der Gewinn fiel allerdings nicht zuletzt aufgrund von negativen Währungseffekten niedriger aus als im Vorjahr. Für das laufende Jahr rechnet die Konzernleitung mit weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen. Daher erwartet sie nur ein kleines Umsatzplus und einen weiteren Rückgang beim Ergebnis.

Im Geschäftsjahr 2016/17, das am 29. Januar abgeschlossen wurde, erwirtschaftete PVH einen Konzernumsatz in Höhe von 8,2 Milliarden US-Dollar (7,5 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das eine Steigerung um zwei Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stiegen die Erlöse um vier Prozent. Als Wachstumsmotoren erwiesen sich die beiden Hauptmarken. Sowohl Calvin Klein als auch Tommy Hilfiger hatten zwar mit der Nachfrageschwäche in Nordamerika zu kämpfen, konnten aber im Ausland deutlich zulegen.

Die Hauptmarken Calvin Klein und Tommy Hilfiger konnten im Ausland deutlich zulegen

Der Jahresumsatz von Calvin Klein stieg um sieben Prozent (währungsbereinigt +9 Prozent) auf 3,1 Milliarden US-Dollar. Zwar gingen die Erlöse im nordamerikanischen Einzelhandel auf vergleichbarer Fläche um vier Prozent zurück, im Ausland stiegen sie aber um sechs Prozent. Zudem erzielte die Marke in Europa, China und Nordamerika „signifikante Zuwächse“ im Großhandelsgeschäft.

Auch bei Tommy Hilfiger gingen die Einzelhandelserlöse in Nordamerika flächenbereinigt zurück (-9 Prozent), während sie im Ausland deutlich zulegten (+9 Prozent). Insgesamt stieg der Umsatz der Marke um vier Prozent (währungsbereinigt +5 Prozent) auf 3,5 Milliarden US-Dollar.

Der Gesamtumsatz des Segments „Heritage Brands“, in dem die übrigen Konzernmarken, darunter namhafte Labels wie Arrow, Van Heusen und Speedo, zusammengefasst sind, sank um zehn Prozent auf 1,6 Milliarden US-Dollar. Hier machte sich unter anderem die Schließung aller Shops der Marke Izod im Laufe des Vorjahres bemerkbar.

Negative Sondereffekte belasteten den Nettogewinn

Beim Ergebnis machten sich neben negativen Währungseffekten zahlreiche Sondereffekte im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen bemerkbar. Zudem fiel der Steuersatz deutlich höher aus als im Vorjahr. So schrumpfte der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn um vier Prozent auf 549,0 Millionen US-Dollar (505,1 Millionen Euro). Der verwässerte Gewinn pro Aktie sank aufgrund von Rückkäufen lediglich um 1,5 Prozent auf 6,79 US-Dollar.

Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2017/18 fielen zurückhaltend aus. „Wir verfolgen bei unseren Planungen angesichts von makroökonomischen und geopolitischen Risiken, der Unsicherheiten im globalen Einzelhandel und des steigenden Dollarkurses weiterhin einen vorsichtigen Ansatz“, erläuterte CEO Emanuel Chirico. So erwartet der Konzern eine Umsatzsteigerung um zwei Prozent (währungsbereinigt +4 Prozent), die vor allem durch starke Zuwächse bei der Marke Calvin Klein (+5 Prozent, währungsbereinigt +7 Prozent) erreicht werden soll. Der Jahresgewinn pro Aktie wird voraussichtlich auf 6,20 bis 6,30 US-Dollar absacken. Als Gründe dafür nannte das Unternehmen neben den Auswirkungen der erwarteten Wertsteigerung des US-Dollar auch Sonderbelastungen, etwa zusätzliche Kosten aufgrund eines neuen Sourcing-Abkommens mit dem chinesischen Handelskonzern Li & Fung. Um den Gewinn pro Aktie zu stabilisieren, kündigte der Konzern eine Aufstockung seines laufenden Rückkaufprogramms an.

PVH, Geschäftsjahr 2016/17
Umsatz 8,2 Milliarden $
Nettogewinn 549 Millionen $

Foto: Calvin Klein
 

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