Roberto Cavalli muss in den USA schließen

Das italienische Luxusmodehaus Roberto Cavalli gab am Freitag bekannt, dass es seinen Betrieb in den US einstellen werde; das Unternehmen stecke in „finanziellen Schwierigkeiten“ hieß es. Um die drohende Insolvenz abzuwenden, wurde jetzt Gläubigerschutz beantragt.

Für den Betrieb in Nordamerika heißt dies, dass bereits alle Filialen - acht Boutiquen und vier Outlets - geschlossen und deren 93 Mitarbeiter entlassen wurden, ebenso wie die Führungskräfte. US CEO Salvatore Tramuto kündigte, ebenso wie Kreativdirektor Paul Surridge bereits in der letzten Woche. Roberto Cavalli-Betreiber für Nordamerika, The Art Fashion Corp, wird jetzt Insolvenz anmelden (Chapter 7).

Roberto Cavalli wird in den USA Insolvenz anmelden

Roberto Cavalli schreibt bereits seit 2013 rote Zahlen und wurde zuletzt 2015 verkauft: 90 Prozent gingen an Clessidra Capital Partners zusammen mit den Ko-Investoren L-GAM und Chow Tai Food Enterprises Ltd. Gründer Roberto Cavalli behielt einen Minderheitsanteil von zehn Prozent. Laut Business of Fashion betrug der Verlust im letzten Jahr 17,8 Millionen US-Dollar, exklusive Marketingausgaben von 13 Millionen US-Dollar.

Jetzt plant das Unternehmen, mit seinen Gläubigern eine Vereinbarung zu treffen, um eine Restrukturierung einzuleiten und seine Geschäfte weiterführen zu können, während es nach einem Geldgeber sucht. Der am Freitag angekündigte Plan muss jetzt noch gerichtlich genehmigt und von der Mehrheit der Gläubiger bestätigt werden.

Erst im August letzten Jahres hatte Roberto Cavalli seinen ersten deutschen Flagshipstore in Berlin eröffnet und war im Juni noch Ehrengast der Pitti Uomo in Florenz. Dem für seine auffallenden, oft in Tierfell-Optik gehaltenen Designs bekannten Modehaus ist es in den letzten Jahren zunehmend schwer gefallen, seine Fans zu begeistern und somit seine Umsätze zu steigern und sich in einem zunehmend konkurrierenden globalen Luxusmarkt zu behaupten.

Foto: Roberto Cavalli Facebook
 

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