Das Bekleidungsunternehmen Steilmann bekommt vor seinem Börsengang kalte Füße und will nun doch weniger Aktien ausgeben als geplant. Insgesamt sollen jetzt bis zu rund 14,4 Millionen Papiere für 3,50 Euro pro Stück an Anleger verkauft werden, wie Steilmann am Donnerstag mitteilte. Damit liegt der Preis je Aktie am unteren Ende der Spanne. Zuvor war von bis zu 19,5 Millionen Aktien und bis zu 5 Euro je Papier die Rede.

Das neue Emissionsvolumen beinhaltet 12,5 Millionen Stammaktien. Weitere 1,875 Millionen Aktien stehen für eine Mehrzuteilungsoption zur Verfügung. Zudem verlängerte Steilmann den Angebotszeitraum bis zum 29. Oktober. Insgesamt will das Unternehmen 50,3 Millionen Euro am Kapitalmarkt einsammeln, anfänglich hatte es sich Hoffnung auf bis zu 97,5 Millionen Euro gemacht.

Die Erlöse will Steilmann für Zukäufe, die Erweiterung des Vertriebsnetzwerks und die Reduzierung von Schulden verwenden. Die bisherigen Eigentümer, mehrere italienische Familien und Unternehmer, werden im Zuge des Börsengangs keine Anteile abgeben. Das Unternehmen, dem unter anderem die Mehrheit an der börsennotierten Adler Modemärkte AG gehört, hatte im vergangenen Jahr den Umsatz um gut ein Fünftel auf knapp 900 Millionen Euro gesteigert und operativ (bereinigtes Ebita) 53,3 Millionen Euro verdient. (DPA)

 

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