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Swagga hofft, Zukunft phygitaler Mode-Metaversen mit neuer Plattform zu definieren

Von Rachel Douglass

23. Sept. 2022

Business

Bild: Swagga, Onimaru

Das „phygitale“ Konzept wird von Marken, Einzelhändler:innen und Designer:innen gleichermaßen schnell übernommen. Es sieht die Verschmelzung von physischen und digitalen Aktivitäten vor, wie zum Beispiel physische Veranstaltungen, die in der digitalen Welt gezeigt werden, und umgekehrt. Die Integration dieses Konzepts in verschiedene Marketingstrategien wurde von einer Reihe namhafter Marken übernommen, darunter Tommy Hilfiger, der das Konzept bei seiner jüngsten Veranstaltung im Rahmen der New Yorker Modewoche umsetzte, indem eine reale Modenschau parallel zu einem auf dem Metaverse basierenden Event auf Roblox stattfand.

In dem Maße, wie sich neue Metaverse-Plattformen entwickeln und anpassen, wird sich auch die Stellung der Mode in der digitalen Welt verändern. Für einige wird die Branche jedoch im Mittelpunkt ihrer Vision und Werte stehen und somit die Kultur einer bestimmten virtuellen Welt bestimmen.

Swagga, ein neu gegründetes Metaversum, hofft, die Zukunft der Mode in diesem sich schnell verändernden Umfeld mitgestalten zu können. Das in Japan ansässige Unternehmen wurde durch die kürzliche Übernahme von Swagga Studio durch Blocverse DAO gegründet und vereint die Fähigkeiten von Swagga Studio im Bereich geistiges Eigentum (IP) mit dem P2E-Projekt Blocwars. Die dezentralisierte autonome Organisation, eine gemeinschaftsgeführte Einheit, will die Swagga-Plattform als Raum nutzen, auf dem sie ihre immersive Erfahrung für Marken und Nutzer:innen aufbauen kann, indem sie Mode und E-Commerce mit sozialem Networking verbindet.

In einem Gespräch mit FashionUnited erläuterte Swagga-Gründer und Geschäftsführer Ryo das Konzept der Plattform: „Swagga wird auf der Grundlage der Erforschung des Web3, der Verbindungen zwischen Modemarken und Künstler:innen und der reichen Erfahrung mit der Entwicklung von non-fungible Tokens (NFT) IP aufgebaut. Gemeinsam werden wir ein phygitales Metaversum schaffen, das die Elemente von Mode, Unterhaltung, sozialem Netzwerk und E-Commerce kombiniert und dabei die Lücke zwischen Web2 und Web3 für ein breiteres Publikum weltweit überbrückt.“

Swagga will „Likes“ in Kund:innenwerte verwandeln

Das Metaversum basiert auf einem „Swag-to-Earn“-Konzept, das es Spieler:innen ermöglicht, Einnahmen zu erzielen, indem sie in der digitalen Welt zeigen, was sie besitzen, indem sie im Wesentlichen soziale „Likes“ in Werte umwandeln. Im Laufe des Spiels können sie ihren Fashion-, Amusement- und Sozialindex (F.A.S) erhöhen, indem sie an Modeveranstaltungen teilnehmen, Kontakte knüpfen und sich an Aktivitäten beteiligen. Jeder der drei Indizes wird bewertet, so dass Spieler:innen täglich „Swag-Punkte“ sammeln und dafür Belohnungen erhalten können.

Swagga hofft, dass dieses Konzept sowohl die Nutzer:innen als auch die Marken anspricht und für beide einen Anreiz bietet. Ebenso wie die Spieler:innen können sich auch Modemarken für die Plattform bewerben und ihre eigenen Einrichtungen wie Geschäfte oder Büros aufbauen oder weitere Kooperationen im Spiel entwickeln, wie zum Beipspiel ein Co-Branding mit Swaggas Onimaru NFTs. Im Rahmen seines „phygitalen”Konzepts möchte Swagga sowohl physische als auch digitale Produkte für Kleidung und Schuhe anbieten, wobei sich weitere Zukunftspläne um Web3 und stationäre Geschäfte drehen. Das Unternehmen hat bereits mit der Umsetzung seiner phygitalen Präsenz in Form von persönlichen Ausstellungen in Japan begonnen, bei denen eine Reihe seiner Onimaru-Figuren in Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstler:innen ausgestellt wurden.

Bild: Swagga

Ryo merkte jedoch an, dass Swaggas Schwerpunkt auf der Entwicklung von Web2.5 liegen wird, dem Zwischenschritt zwischen Web2 und Web3: „Unser Ziel ist es nicht nur, eine Metaverse-Plattform zu entwickeln, sondern ein Metaverse-Ökosystem, das den Nutzer:innen, der Branche und der Welt zugute kommt”, sagte er und fügte hinzu, dass sein F.A.S.-Konzept ein wichtiger Teil seiner Web2.5-Ziele sein werde. Ein Teil davon ist die Senkung der Barrieren, die das Web3 schafft, indem es eine größere Auswahl an Zahlungsmethoden bietet, den Web2-Nutzer:innen die Möglichkeit gibt, mit den ihnen vertrauten Methoden zu arbeiten, und Hindernisse sowohl für Spieler:innen als auch für Marken aus dem Weg räumt.

Aufbau eines Metaverse-Ökosystems

Der Schwerpunkt auf einer Förderung der Mode in der digitalen Welt wird sich auch in Kooperationen und Partnerschaften mit akademischen Einrichtungen zeigen, zum Beispiel durch die Veranstaltung gemeinsamer Designwettbewerbe in Swagga. Zu diesem Thema sagte Ryo: „Mit diesen Kooperationen können wir jungen Designer:innen und Kreativen eine weltweite Bühne bieten, auf der sie ihre Talente zeigen können, und dem Metaverse neues Blut und innovative Ideen einhauchen. Andererseits sind die Kooperationen mit akademischen Einrichtungen auch eine weitere Möglichkeit, den Einfluss von Swagga unter Web2-Nutzern zu erhöhen.”

Swagga unterstreicht den Platz der Mode in seinem Metaverse, da Marken zunehmend versuchen, über verschiedene Plattformen in den digitalen Raum einzutreten. Der globale Metaverse-Markt wurde im Jahr 2021 auf 40 Milliarden US-Dollar geschätzt und wird laut Precedence Research bis 2030 schätzungsweise 1,6 Billionen US-Dollar erreichen. Einem weiteren Bericht von Research and Markets zufolge könnten die Marktchancen auf Metaverse-Plattformen bis 2027 einen Wert von 224,9 Milliarden US-Dollar erreichen.

Modemarken, die von diesem prognostizierten Wachstum profitieren wollen, können über Web3 eine breite Palette von Funktionen wie Branding, Marketing und E-Commerce-Erfahrungen nutzen, da die Kombination von Mode und Metaverse eine Reihe neuer Möglichkeiten schafft. „Mit Blick auf den Trend in der digitalen Welt, in der immersive Technologien sowohl bei Software als auch bei tragbarer Hardware rasch zunehmen, könnte der Bedarf an immersiver räumlicher Unterhaltung zu einer Notwendigkeit werden”, so Ryo. „Dort werden Nutzer:innen nicht mehr an ihr Geschlecht, ihre Rasse oder ihre Nationalität gebunden sein und sich mit jedem verbinden können, den sie wollen.”

Letztendlich ist Ryos Vision für Swagga die Entwicklung einer visualisierten immersiven Infrastruktur, in der Gamer:innen und Marken ein standardisiertes Metaversum betreten, in dem sie sich selbst ausdrücken und „ein anderes Leben leben” können.

Bild: Swagga

Dieser übersetzte Artikel erschien ursprünglich auf FashionUnited.uk.

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