Textildiscounter Primark steigert Jahresumsatz zweistellig

Der irische Bekleidungshändler Primark hat das Geschäftsjahr 2016/17 mit einem deutlichen Umsatzplus abgeschlossen. In den kommenden Monaten will das Unternehmen weiter expandieren. Geplant sind dabei auch neue Filialen in Deutschland.

Am Dienstag legte Associated British Foods (ABF), der Mutterkonzern von Primark, seine Resultate für das am 16. September beendete Geschäftsjahr vor. Demnach stieg der Umsatz von Primark um 19 Prozent auf 7,05 Milliarden Britische Pfund (8,01 Milliarden Euro). Bereinigt um Wechselkursveränderungen lag die Wachstumsrate bei zwölf Prozent. Allerdings hatte das Geschäftsjahr 2015/16 mit 53 Verkaufswochen eine mehr als das soeben abgeschlossene. Auf vergleichbarer Basis, also ohne den Anteil der zusätzlichen Verkaufstage im Vorjahr, wuchsen die Erlöse von Primark währungsbereinigt um 14 Prozent. Flächenbereinigt stiegen sie um ein Prozent.

Der Betriebsgewinn vor Sondereffekten wurde um sieben Prozent auf 735 Millionen Britische Pfund (835 Millionen Euro) verbessert. Auf vergleichbarer Basis wuchs er währungsbereinigt um fünf Prozent.

Im laufenden Jahr will Primark die Expansion in Deutschland fortsetzen

Besonders stark entwickelten sich die Geschäfte auf dem europäischen Kontinent: Dort stieg der vergleichbare Umsatz währungsbereinigt um 16 Prozent, wozu zahlreiche Neueröffnungen beitrugen. Weltweit verfügte Primark am Ende des Geschäftsjahres über 345 Filialen. Zwölf Monate zuvor waren es nur 315 gewesen. Insgesamt belief sich die Verkaufsfläche damit auf etwa 1,3 Millionen Quadratmeter. In Deutschland eröffnete der Discounter im Laufe des Jahres neue Läden in Hamburg und Mannheim. Am 16. September belief sich die Zahl der Geschäfte hierzulande damit auf 22.

Auch im neuen Geschäftsjahr zählt Deutschland neben Großbritannien und Frankreich zu den wichtigsten Expansionsmärkten der Iren. So ist unter anderem die Eröffnung besonders großer Filialen in München und Stuttgart geplant. Weltweit will Primark 19 neue Shops eröffnen und seine gesamte Verkaufsfläche damit um etwa 111.000 Quadratmeter vergrößern. Außerdem ist die Neugestaltung zahlreicher bestehender Filialen vorgesehen. Damit sollen nach Angaben des Unternehmens das Markenimage und das Kundenerlebnis verbessert werden.

Der Konzernumsatz von Associated British Foods belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 15,4 Milliarden Britische Pfund. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das eine Steigerung um 14,6 Prozent. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn wuchs um 46,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Britische Pfund. Außer im Textilhandel mit der Tochter Primark ist der Konzern weltweit im Lebensmittel- und Landwirtschafts-Geschäft aktiv.

Foto: FashionUnited
 

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