The Platform Group steigert Quartalsumsatz um 51 Prozent

Der Düsseldorfer E-Commerce-Konzern The Platform Group SE & Co. KGaA hat seinen Wachstumskurs in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2026 fortgesetzt. Am Mittwoch verkündete das Unternehmen wie erwartet kräftige Steigerungen beim Umsatz und Betriebsergebnis. Zudem bestätigte es seine Jahresprognosen.

Im ersten Quartal erreichte der Konzernumsatz demnach eine Höhe von 243,1 Millionen Euro und übertraf das Niveau des Vorjahreszeitraums damit um 51,2 Prozent. Das Bruttowarenvolumen (GMV) wuchs um 23,0 Prozent auf 438,4 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich nicht zuletzt aufgrund einer etwas niedrigeren Bruttomarge lediglich um 28,1 Prozent auf 25,1 Millionen Euro. Bereinigt um Sondereffekte legte es um 37,1 Prozent auf 21,8 Millionen Euro zu. Der ausgewiesene Nettogewinn ging hingegen geringfügig zurück. Er sank um 2,7 Prozent auf 17,7 Millionen Euro.

Der Konzern erfüllt im Auftaktquartal die eigenen Erwartungen

CEO Dominik Benner zeigte sich mit den Resultaten zufrieden, verwies aber gleichzeitig auf neu hinzugekommene Herausforderungen. „Das erste Quartal verlief positiv, entsprach im Ergebnis unseren Erwartungen und wir konnten ein hohes organisches Wachstum in unseren Segmenten erzielen. Gleichzeitig stieg das operative Ergebnis“, erklärte er in einem Statement. „Es gibt jedoch einen fundamentalen Unterschied: Seit dem Irankrieg haben sich Zins- und Logistikkosten deutlich verändert.“

Benner betonte, dass der Konzern seine Strategie den schwierigeren Rahmenbedingungen anpassen werde. „Konkret planen wir eine Verringerung der Abhängigkeit von Logistikkosten sowie eine Reduktion der Zinskosten durch den aktiven Abbau von Bankverbindlichkeiten. Die Verschuldungsquote soll künftig deutlich sinken“, so Benner. „Ebenfalls werden wir unser Portfolio aktiver managen und Kosten reduzieren. Die Zahl der für das laufende Geschäftsjahr geplanten Akquisitionen haben wir auf fünf bis sechs verringert.“

Trotz Herausforderungen durch den Irankrieg: Das Management bestätigt die Jahresprognosen

An seinen Jahresprognosen hielt das Management trotzdem fest. Für 2026 werden somit weiterhin ein GMV von 1,7 Milliarden Euro sowie ein Umsatz in Höhe von 1,0 Milliarden Euro erwartet. Der Zielkorridor für das um Sondereffekte bereinigte EBITDA liegt nach wie vor zwischen 70 und 80 Millionen Euro.

Sobald die bereits angekündigten Übernahmen vollzogen sind, will der Konzern seine Prognosen aktualisieren. „Im Hinblick auf den aktuellen Stand der geplanten AEP-Akquisition wird mitgeteilt, dass die Closing-Bedingungen des Kaufvertrags derzeit noch nicht vollständig umgesetzt sind“, erklärte das Unternehmen. „Entsprechend wird mit einem Fortgang im Juni 2026 gerechnet.“

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