Tod’s: Umsatzrückgang im ersten Quartal

Der italienische Luxusgüterkonzern Tod’s SpA ist mit einem Umsatzminus ins Geschäftsjahr 2017 gestartet. Schuld war vor allem das schwache Großhandelsgeschäft in wichtigen Märkten. Aber auch im eigenen Einzelhandel gingen die Erlöse leicht zurück.

Insgesamt kam Tod’s im ersten Quartal auf einen Umsatz in Höhe von 238,5 Millionen Euro. Damit wurde das entsprechende Vorjahresniveau um 4,4 Prozent (währungsbereinigt -5,0 Prozent) verfehlt. Die Retail-Erlöse sanken um 0,2 Prozent (währungsbereinigt -1,2 Prozent) auf 136,8 Prozent, der Großhandelsumsatz schrumpfte um 9,5 Prozent (währungsbereinigt -9,6 Prozent) auf 101,7 Millionen Euro. Rückläufig waren die Erlöse der Konzernmarken Tod’s, Hogan und Fay, lediglich das Label Roger Vivier konnte kräftig wachsen.

Von der Nachfrageschwäche waren fast alle Marktregionen betroffen. Lediglich in Großchina (+3,6 Prozent, währungsbereinigt +2,8 Prozent; 50,3 Millionen Euro) wurde der Umsatz gesteigert. Bergab ging es in Italien (-8,7 Prozent; 79,4 Millionen Euro), im restlichen Europa (-3,0 Prozent, währungsbereinigt -1,5 Prozent; 57,3 Millionen Euro) und vor allem in Amerika (-15,7 Prozent, währungsbereinigt -18,8 Prozent; 16,8 Millionen Euro). Im Rest der Welt sank der Umsatz um 1,0 Prozent (währungsbereinigt -4,6 Prozent) auf 34,7 Millionen Euro.

Konzernchef Diego Della Valle hob eine „Trendverbesserung“ im eigenen Einzelhandel hervor. Dort waren die Umsätze weniger stark geschrumpft als zuletzt. Das Großhandelsgeschäft sei aber weiterhin von der „konservativen Herangehensweise“ der Handelspartner in einigen Regionen geprägt, so Della Valle. Derzeit verfolge das Unternehmen einen „strategischen Plan“, um für die „wichtigen Veränderungen, die in der Branche vonstatten gehen“, gerüstet zu sein. Dazu zählen unter anderem Veränderungen im Management und der Ausbau des Online-Geschäfts. Zudem sollen Boutiquen modernisiert und mehr Kollektionen auf den Markt gebracht werden.

Foto: Tod’s
 

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